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08.07.2016

Krank im Urlaub: Das sollten Sie beachten

Sehr ärgerlich, wenn man während des Urlaubs krank wird. Bedeutet aber Krankheit im Urlaub persönliches Pech und damit verlorene Urlaubstage?

"Nein“, meint Michael Zaubzer von der Siemens Betriebskrankenkasse SBK. „Urlaub ist Urlaub und Krankheit ist eben Krankheit. Wenn es den Arbeitnehmer im Urlaub erwischt, endet aus rein arbeitsrechtlicher Sicht der Urlaub.“ Besorgt sich der Angestellte gleich am ersten Krankheitstag ein Attest, darf er die Urlaubstage zu einem anderen Zeitraum nachholen. Allerdings muss der Arbeitgeber sofort über die Krankheit informiert werden. Zudem muss ihm der Erkrankte eine Adresse sowie Telefonnummer hinterlassen, unter der er zu erreichen ist.

Nicht arbeitsfähig = keine Erholung

Laut Bundesurlaubsgesetz sind krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeitstage im Urlaub nicht auf den Jahresurlaub anzurechnen. Diese müssen allerdings durch ein ärztliches Zeugnis (Attest) nachgewiesen werden. Das heißt, dass der Arbeitnehmer für diese Krankheitstage eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, also einen „gelben Schein“, vorlegen muss.

Angenommen, ein Angestellter arbeitet fünf Tage die Woche und tritt am 3. August seinen dreiwöchigen Jahresurlaub an. Am 12. August bricht er sich aber auf einer Mountainbike-Tour den linken Arm und ist für mehrere Wochen arbeitsunfähig. Der Angestellte legt dann dem Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vor. Sie gibt den ersten Krankheitstag mit dem 12. August und das voraussichtliche Ende der Arbeitsunfähigkeit mit dem 23. September an. Die krankheitsbedingt ausgefallenen Urlaubstage vom 12. bis zum 21. August werden nun nicht auf den Jahresurlaub angerechnet. Der Arbeitgeber muss sie nachgewähren.

Keine eigenmächtige Urlaubsverlängerung

Aber Vorsicht: Auch wenn die nachgewiesenen, krankheitsbedingt ausgefallenen Urlaubstage nicht auf den Jahresurlaub angerechnet werden, darf man sie nicht einfach an den genehmigten Urlaub anhängen. Nimmt der Arbeitnehmer also eigenmächtig Urlaub, darf der Arbeitgeber diesen wegen Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten abmahnen.

Fristen für die Krankmeldung

Verbringt ein erkrankter Arbeitnehmer seinen Urlaub in Deutschland, muss er dem Arbeitgeber unverzüglich seine Arbeitsunfähigkeit mitteilen und innerhalb von drei Tagen seine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Original vorlegen – also alles wie gehabt. Hält sich der Arbeitnehmer aber bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Ausland auf, gelten Sonderregeln:

  • Der Erkrankte muss die Arbeitsunfähigkeit, die voraussichtliche Dauer und die Adresse am Aufenthaltsort „in der schnellstmöglichen Art der Übermittlung“ mitteilen. Die „schnellstmögliche Art der Übermittlung“ ist heutzutage, im Internetzeitalter, kein Problem mehr. Wichtig dabei ist aber, dass die Botschaft beim Arbeitgeber auch ankommt – und das möglichst zügig: per E-Mail, WhatsApp, SMS, Chat oder was auch immer. Selbst ein Telefonanruf oder ein Fax genügen für die Übermittlung. Die erforderliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des ausländischen Arztes kann immer noch vorgelegt werden, wenn man wieder in Deutschland ist.
  • Die durch die Mitteilung entstehenden Kosten trägt der Arbeitgeber.
  • Ist der Arbeitnehmer Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, ist er verpflichtet, auch sie schnellstmöglich über die Arbeitsunfähigkeit samt voraussichtlicher Dauer zu informieren.
  • Kommt der Arbeitnehmer wieder nach Deutschland zurück, muss er seinem Arbeitgeber und seiner Krankenkasse unverzüglich die Rückkehr mitteilen.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Siemens Betriebskrankenkasse SBK

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Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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