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27.10.2017

In Teams wird häufiger gelogen

Sobald Menschen in Gruppen Entscheidungen gemeinsam fällen, verlieren Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit als richtungsweisende Werte ihren Einfluss auf die Entscheidungsfindung. Das haben Verhaltensökonomen der Ludwig-Maximilians-Universität nun nachgewiesen.

Ob Dieselskandal bei VW, unterschlagene Zehn-Cent-Münzen im EInzelhandel, oder Korruption bei EADS – wenn Mitarbeiter durch unmoralisches oder kriminelles Verhalten ihren eigenen Vorteil oder den ihres Arbeitgebers suchen, sorgt dies immer wieder für Schlagzeilen. Wissenschaftler der Universität München wollten wissen: Wie es dazu kommt, dass manche Arbeitnehmer bei Entscheidungen am Arbeitsplatz wider alle gesellschaftlichen Normen und Werte handeln? Liegt es an individuellem Fehlverhalten oder gibt es dafür strukturelle Gründe im betroffenen Unternehmen?

Fatale Abstimmungsprozesse

Die Forscher luden 273 Studienteilnehmer zu einem Experiment ein. Sie zeigten Probanden Videos eines Würfelspiels und forderten sie auf, anschließend die gewürfelte Zahl zu nennen. Je höher die genannte Augenzahl, desto höher fiel die Gratifikation aus, die sie den Probanden versprachen. Die Aufgabe wurde sowohl einzelnen Teilnehmern, die alleine entschieden, als auch Probanden gestellt, die sich über ihr Ergebnis in einem anonymen Gruppenchat abstimmen konnten.

Menschen sind alleine ehrlicher

Das Ergebnis war frappierend: „ Menschen lügen seltener, wenn sie alleine entscheiden“, sagt Professor Martin Kocher, Inhaber des Lehrstuhls für Verhaltensökonomik an der LMU. Das gelte auch für jene Teilnehmer, die sich bei einer Entscheidung, die sie alleine trafen, zuvor ehrlich verhalten hatten. Der Grund dafür sei, dass sich Mitglieder einer Gruppe über ihre Normvorstellungen austauschen können.

Gruppen legen neue Normen fest

„In Gruppen stimmen die Mitglieder ihre Vorstellungen davon, was richtig ist und was nicht, aufeinander ab. Dadurch gelingt es den einzelnen Beteiligten leichter, eine Norm umzuinterpretieren, als wenn sie allein entscheiden müssen“, erläutert Laborleiterin Lisa Spantig. Die Studie zeige zudem, dass Teilnehmer nach solchen Gruppenprozessen eher davon ausgehen, dass andere auch lügen, und dass sie ihr Verhalten an diese Erwartung anpassen.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Ludwig-Maximilians-Universität München

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Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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