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21.03.2014

Geschlecht bei Gehaltsunterschieden nicht relevant

Gender Pay Gap heißt der vielzitierte Gehaltsunterschied, der zwischen Männern und Frauen herrscht. Doch eine Harvard-Studie hat jetzt Erstaunliches herausgefunden: Nicht das Geschlecht wird abgestraft, sondern Nicht-Anwesenheit und ein nicht funktionierendes Wissensmanagement.

Die Harvard-Dozentin Claudia Goldin hat herausgefunden, dass der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen wenig mit dem Geschlecht an sich zu tun hat. Direkt nach der Ausbildung unterscheiden sich die Gehälter noch recht wenig. Erst nach einigen Jahren gehe die Schere auseinander, 15 Jahre nach dem Berufseinstieg sei die Gehaltslücke in den USA am größten – dann, wenn aus Paaren Familien werden und die Frau zumindest zeitweise zuhause bleibt.

Doch auch bei Teilzeitarbeit verdienen Frauen weit weniger als den prozentualen Anteil am Vollzeitgehalt. Dieser Gehaltsunterschied bleibt zudem bestehen, wenn Frauen nach ihrer Auszeit wieder Vollzeit in den Beruf einsteigen. Worum also geht es wirklich?

Es geht um Zeit und Anwesenheit

Laut Goldin wird zeitweises Nicht-Arbeiten – ganz gleich, ob jemand komplett aussetzt oder seine Arbeitszeit vorübergehend reduziert – finanziell unverhältnismäßig abgestraft.

Für ihre Studie verglich Goldin Harvard-Absolventinnen aus den 1990er Jahren miteinander. Frauen mit einem Master in Business Administration, die in ihren ersten 15 Berufsjahren eine 18-monatige Auszeit nahmen, bezahlten das mit 41 Prozent ihres Gehaltes, Rechtsanwältinnen mussten auf 29 Prozent verzichten. Ärztinnen büßten mit 15 Prozent vergleichsweise wenig ein. Fast keine "Teilzeit-Strafe" stellte die Autorin bei Apothekerinnen fest. Goldins Schlussfolgerung: Je weniger Wissen geteilt wird, desto unersätzlich macht sich ein Mitarbeiter, desto schwieriger wird es aber auch, wenn er ausfällt. Wer nicht anwesend ist, verliert den Anschluss und damit ein großes Stück seines Gehaltes.

Anwesenheits- und Informationskultur ändern

Claudia Goldins Forderung leitet sich daraus ab: Sie möchte die noch herrschende Anwesenheitskultur zu verändern und fordert Firmen auf, Strukturen zu schaffen, in denen sich die Beschäftigten ohne Reibungs- und Informationsverluste gegenseitig vertreten können – das würde sowohl Männer als auch Frauen zugute kommen. Ein wirksames Wissensmanagement ist also eine der Grundlagen.

Auch Unternehmen könnten auf diese Weise Abwesenheiten und Kündigungen besser verkraften. Und der Staat würde profitieren, weil Frauen, die mehr arbeiten und mehr verdienen, auch mehr Steuern bezahlen würden und weniger von Altersarmut bedroht.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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