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18.09.2018

Erholt oder gestresst in den Ferien?

Neun von zehn Urlaubern erholten sich in den vergangenen Wochen gut oder sehr gut. Allerdings wurden in diesem Sommer besonders viele junge Leute krank – fast jeder siebte von ihnen. Insgesamt hatten nur sechs Prozent der Urlauber gesundheitliche Probleme. Das zeigt der Urlaubsreport 2018 der DAK-Gesundheit, eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse. Weiteres Ergebnis: Vor allem Menschen in Norddeutschland und Baden-Württemberg haben die Ferien genossen.

Laut DAK-Umfrage waren Sonne und Natur sowie Zeit mit der Familie für die meisten Urlauber die wichtigsten Erholungsfaktoren. Dies nannten 78 sowie 67 Prozent der Befragten. Positiv wirkte sich für viele auch ein Ortswechsel aus (66 Prozent) sowie Zeit für sich selbst zu haben (65 Prozent). 59 Prozent genossen den Wegfall der Arbeitsbelastung.

Jeder Vierte verzichtete aufs Handy oder das Internet. Besonders gut erholten sich in diesem Jahr Urlauber aus Norddeutschland und Baden-Württemberg. Jeweils 93 Prozent gaben bei der Befragung an, sich in den Ferien sehr gut oder gut erholt zu haben. Im Norden haben sich nur sechs Prozent weniger gut oder überhaupt nicht erholt. Zum Vergleich: In Bayern sagten das 13 Prozent.

Urlaubsreport 2018 DAK

Erreichbarkeit vermiest freie Tage

Der mit Abstand häufigste Grund für eine fehlende Erholung war nicht abschalten zu können (40 Prozent). 14 Prozent hatten Stress mit der Familie. Neun Prozent waren vom Urlaubsort, der Unterkunft oder der Verpflegung enttäuscht oder hat sich darüber geärgert. Jeder Achte musste im Urlaub über das Handy erreichbar sein und konnte sich deshalb nicht gut erholen.

„Wer ständig auf sein Smartphone schaut, unterbricht Erholungsphasen und kann die freien Tage nicht wirklich genießen“, bestätigt DAK-Psychologin Theresa Staden. „Handyfreie Zeiten sind aber wichtig, um den eigenen Akku wieder aufzuladen und leistungsfähig für den Alltag zu sein.“ Vor allem Urlauber im Alter von 30 bis 44 Jahren haben sich laut Umfrage weniger gut oder überhaupt nicht erholt: 17 Prozent gaben dies an.

Erkältungen und Unfälle überschatten Urlaub

Laut DAK-Befragung erkrankten oder verletzten sich im Sommer 2018 sechs Prozent der Urlauber – das sind etwas mehr als im vergangenen Jahr. Mit 15 Prozent betraf dies vor allem junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren. Insgesamt litten die meisten Erkrankten in den Ferien an einer Erkältung (41 Prozent).

31 Prozent hatten einen Unfall oder Sturz, etwa jede Siebte einen Magen-Darm-Infekt. Regional betrachtet gab es besonders viele Erkrankte im Südwesten Deutschlands (elf Prozent), am wenigsten in den östlichen Bundesländern (zwei Prozent).

Urlaubsreport 2018 DAK

Bewegung, Schlaf und weniger Stress

Die Mehrheit der Deutschen nutzte die Ferien auch, um etwas für die Gesundheit zu tun. 63 Prozent achteten auf Bewegung, Sport oder Fitnesstraining. 59 Prozent haben gezielt Stress reduziert. Jeder Zweite hat viel geschlafen. Es folgten gesunde Ernährung (48 Prozent) und Wellnessanwendungen (15 Prozent). Nur acht Prozent der Urlauber gaben an, nichts Spezielles für die Gesundheit getan zu haben.

Urlaubsreport 2018 DAK

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

DAK

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Hans Weber

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Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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