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11.04.2016

Diese 10 Dinge stressen Mitarbeiter am meisten

Welchen Stressfaktoren sind Arbeitnehmer besonders oft ausgesetzt – und welche empfinden sie als besonders belastend? Antworten darauf gibt der DGB-Index „Gute Arbeit“.

Stress macht Mitarbeiter müde und erschöpft, das Unfallrisiko steigt und langfristig drohen körperliche und psychische Krankheiten. Daher gilt es, diese zehn Stressfaktoren zu vermeiden – oder so gering wie möglich zu halten.

  1. Zeitdruck:Nichts stresst Angestellte so sehr wie Zeitdruck: Fast 57 Prozent der Befragten fühlen sich bei der Arbeit sehr häufig gehetzt – und fast 65 Prozent der Betroffenen belastet das stark. Zeitdruck stresst alle Beschäftigten über die Branchen hinweg.
  2. Ungünstige Körperhaltung: 54,4 Prozent der Arbeitnehmer müssen sehr häufig eine ungünstige Körperhaltung einnehmen. Besonders belastet dies Beschäftigte im Baugewerbe. Doch auch langes Stehen, etwa im Laden oder verkrümmtes Sitzen am Schreibtisch können Stress auslösen.
  3. Arbeitsverdichtung: 37,8 Prozent der Befragten haben den Eindruck, dass Sie in den letzten 12 Monaten mehr Arbeit in der gleichen Zeit als vorher schaffen müssen. Fast drei Viertel von ihnen fühlen sich durch Arbeitsverdichtung stark belastet.
  4. Unterbrechungen: Störungen und Unterbrechungen landeten im Stressfaktoren-Ranking auf Platz 4. Mal kurz den Kollegen unterbrechen sollte man sich also gut überlegen.
  5. Fehlende Informationen: Ein Drittel der Befragten bekommen bei der Arbeit sehr oft nicht alle Informationen, die sie brauchen, um Ihre Arbeit gut zu erledigen. Das belastet jeden zweiten Betroffenen stark und macht fehlende Informationen unterm Strich zum fünftgrößten Stressfaktor.
  6. Lärm: Ob laute Maschinen oder Gespräche der Kollegen im Großraumbüro – Lärm am Arbeitsplatz ist Stress für die Arbeitnehmern: 41,4 Prozent der Befragten müssen sehr oft mit Krach klarkommen, 44,9 Prozent davon empfinden das als Belastung.
  7. Unvereinbare Anforderungen: Jeder dritte Arbeitnehmer sieht sich sehr oft Anforderungen ausgesetzt, die schwer miteinander zu vereinbaren sind. Das bedeutet für mehr als die Hälfte der Betroffenen Stress pur.
  8. Körperlich schwere Arbeit: Körperlich schwer arbeiten müssen 30,9 Prozent der Befragten – und überdurchschnittlich viele dieser Betroffenen sind dadurch belastet: 57 Prozent. Besonders gestresst durch körperlich schwere Arbeiten führen sich ältere Beschäftigte.
  9. Zu hohe Arbeitsbelastung: Nichts stresst Angestellte so sehr wie Abstriche bei der Qualität Ihrer Arbeit, weil das Arbeitspensum zu groß ist: Fast drei Viertel der Betroffenen empfinden diesen Zustand als große Belastung.
  10. Umgebungsbedingungen: Hitze, Kälte oder Nässe lassen sich vor allem bei Arbeitsplätzen in der Industrie oft nicht vermeiden. Insgesamt berichten 31,4 Prozent der Befragten, dass sie sehr oft unter widrigen Umgebungsbedingungen arbeiten müssen. Als Belastung erlebt das jeder zweite Betroffene.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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Hans Weber

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Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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