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16.03.2016

Chefs sind die schlimmsten Ausbremser der Digitalisierung

37 Prozent erwarten, dass das Führungspersonal der alten Arbeitswelt eng verhaftet bleibt. Knapp jeder Dritte sieht das größte Transformationsrisiko in einer generell ablehnenden Mitarbeiterhaltung gegenüber Veränderungen und sorgt sich darum, dass neue soziale Kompetenzen für effektive Teamarbeit gar nicht erst entwickelt werden. Dies sind Ergebnisse einer Umfrage des Experten für Persönlichkeitsverfahren und Personaldiagnostik metaBeratung.

Digitalisierung: Woran könnte die Transformation scheitern?, Quelle: metaBeratung

„Die Aussage der Führungskräfte zum blockierenden Chef-Verhalten haben wir in dieser Deutlichkeit nicht erwartet“, sagt Rainer Neubauer, Geschäftsführer des Servicedienstleisters für Personalauswahl und -entwicklung metaBeratung in Düsseldorf.

Verantwortung auf Teams übertragen

Zwei Drittel der Befragten halten es für wichtig, neue Führungsleitbilder zu entwickeln und würden diese Aufgabe auf die To-do-Liste ihrer digitalen Agenda setzen. 81 Prozent der befragten Führungskräfte erachten die Förderung von Engagement als wichtig bis sehr wichtig. Ein zentraler Aspekt dabei: Die Verantwortung, die vormals bei einzelnen Personen gebündelt lag, soll künftig stärker auf Teams verteilt werden. Diese Entwicklung wollen die Mitarbeiter gezielt vorangetrieben sehen. Gut zwei Drittel der Entscheider berichten, dass Arbeitnehmer im digitalen Zeitalter eine Unternehmenskultur erwarten, bei der Führungsverantwortung in Teams verteilt wird.

Unterstützen statt kontrollieren

„Mit der Digitalisierung hält ein grundlegender Kulturwandel in den Unternehmen Einzug“, sagt Neubauer. „Führungskräfte begleiten in Zukunft ihre Teams eher unterstützend und motivierend als kontrollierend.“ Dies ist auch zwingend notwendig, da die räumliche Distanz der Führungskräfte zu ihren Mitarbeitern künftig größer werden wird.

Variabler Arbeitsplatz braucht anderes Führungsverhalten

Das Büro als Dreh- und Angelpunkt der Arbeit wird an Bedeutung verlieren. Der Arbeitsort kann überall sein – liegt nicht unbedingt im Büro. Teams zu koordinieren und zusammenzuhalten, erfordert ein anderes Führungsverhalten. ‚Führen auf Distanz‘ heißt hier das Stichwort. Verantwortung muss mehr und mehr delegiert werden.

Soziale und persönliche Kompetenzen von Führungskräften stehen künftig stärker im Fokus. Wer in alten Strukturen und in der analogen Welt verharrt, wird als Führungskraft auf dem Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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Hans Weber

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Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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