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28.02.2014

Beschäftigungsdauer Jüngerer sinkt

Die Dauer der Beschäftigungsverhältnisse jüngerer Arbeitnehmer bis zum Alter von 30 Jahren ist um fast ein Viertel zurückgegangen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat herausgefunden, warum das so ist.

Während die betrieblichen Beschäftigungsverhältnisse der bis 30-Jährigen bei den Geburtsjahrgängen 1960/61 noch durchschnittlich 834 Tage dauerten, waren es bei den Jahrgängen 1978/79 nur noch 652 Tage. Das entspricht einem Rückgang um 22 Prozent. So lauten die Ergebniss einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die die Entwicklung von Mitte der 70er Jahre bis zum Jahr 2009 erfasst.

Verlagerung der Risiken auf junge Beschäftigte

„Unsere Ergebnisse sind ein Hinweis darauf, dass eine Verlagerung oder Umverteilung von Beschäftigungsrisiken hin zu jüngeren Beschäftigten stattgefunden hat“, schreiben die IAB-Arbeitsmarktforscher Thomas Rhein und Heiko Stüber. Diese Entwicklung falle zeitlich zusammen mit einem Anstieg der Befristungsquote bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Auch Akademiker kürzer beschäftigt

Deutliche Unterschiede gibt es zwischen Beschäftigten ohne Ausbildung und hochqualifizierten Akademikern: Die Jüngeren ohne Ausbildung weisen mit Abstand die niedrigsten Beschäftigungsdauern auf. So waren 1960 oder 1961 Geborene bis zum Alter von 30 Jahren 710 Tage durchgängig beschäftigt, wenn sie keine Ausbildung hatten. Die Jahrgänge 1978/79 waren ohne Ausbildung nur noch 408 Tage durchgängig beschäftigt.

Hochschulabsolventen der gleichen Geburtsjahrgänge waren 1.620 beziehungsweise 1.556 Tage durchgängig beschäftigt und weisen damit die längsten durchgängigen Beschäftigungsdauern auf.

Auch durchgängige Beschäftigungsdauer gesunken

Die Forscher haben damit auch die These geprüft, ob die Beschäftigungsdauern im Betrieb heute aufgrund häufigerer freiwilliger Arbeitgeberwechsel kürzer ausfallen als früher. Sie fanden dafür aber keinen Beleg.

Zurückgegangen seien nicht nur die betrieblichen Beschäftigungsdauern, sondern auch die durchgängigen Beschäftigungsdauern, also die unterbrechungsfreien Gesamtbeschäftigungsdauern einschließlich der Betriebswechsel. Während die durchgängigen Beschäftigungsdauern bei den Geburtsjahrgängen Anfang der 60er Jahre noch 1.257 Tage betrugen, sank der Wert bei den Geburtsjahrgängen Ende der 70er Jahre ebenfalls auf 1.123 Tage.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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