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12.07.2018

Arbeitnehmerrechte nehmen weltweit ab

Laut dem Globalen Rechtsindex 2018 gibt es immer häufiger Beschränkungen der Redefreiheit und von Protesten sowie zunehmend gewaltsame Angriffe auf diejenigen, die für die Arbeitnehmerrechte eintreten. Menschenwürdige Arbeit und demokratische Rechte wurden 2017 in nahezu allen Ländern untergraben, während die Ungleichheit weiter wuchs.

Die fünfte Ausgabe des Globalen Rechtsindex des IGB bewertet 142 Länder anhand ihrer jeweiligen Einhaltung der Arbeitnehmerrechte. Und um diese steht es in vielen Ländern nicht zum besten. Der IGB ordnet Länder in sechs Kategorien ein – von 1 (sporadische Rechtsverletzungen) bis 5+ (Rechte nicht garantiert wegen Zusammenbruchs der Rechtsstaatlichkeit).

Die schlimmsten Länder für Arbeitnehmer

Die zehn schlimmsten Länder für erwerbstätige Menschen sind im Jahr 2018 Ägypten, Algerien, Bangladesch, Kambodscha, Kolumbien, Guatemala, Kasachstan, die Philippinen, Saudi-Arabien und die Türkei. Haiti, Kenia, Mauretanien, Mazedonien und Spanien haben angesichts zunehmender Angriffe auf die Arbeitnehmerrechte sowohl in der Gesetzgebung als auch in der Praxis im Jahr 2018 ein schlechteres Ranking erhalten.

Irlands Ranking hat sich 2018 dagegen verbessert, nachdem Freiberufler, darunter Journalisten, Schauspieler und Musiker, das Recht bekamen, Tarifverhandlungen zu führen und sich von einer Gewerkschaft vertreten zu lassen.

Sklaverei und Morde an Gewerkschaftern

Wenn es um grundlegende Rechte bei der Arbeit geht, ist Nahost/Nordafrika nach wie vor die schlimmste Region der Welt. In Saudi-Arabien sind Millionen Wanderarbeitskräfte durch das Kafala-System Opfer moderner Sklaverei.

In neun Ländern wurden Gewerkschaftsmitglieder im Jahr 2018 ermordet: Brasilien, China, Kolumbien, Guatemala, Guinea, Mexiko, Niger, Nigeria und Tansania, und die Zahl der Länder, in denen erwerbstätige Menschen Mord, körperlicher Gewalt, Morddrohungen und Einschüchterungen ausgesetzt waren, hat sich von 59 im Jahr 2017 auf 65 im Jahr 2018 erhöht. Allein in Kolumbien wurden im Laufe des Jahres 19 Gewerkschaftsmitglieder ermordet.

Die Unterdrückung der unabhängigen Gewerkschaftsbewegung hat in der Türkei, in Kasachstan und Weißrussland zugenommen. Die Zahl der Länder, in denen Arbeitnehmer/innen willkürlich verhaftet und inhaftiert wurden, hat sich gegenüber 44 im Jahr 2017 auf 59 im Jahr 2018 erhöht.

Westliche Länder nicht immer Vorbilder

Siebenundachtzig Prozent der Länder, darunter sogar Spanien, haben das Streikrecht verletzt. So landet Spanien – gemeinsam mit Kongo, Polen und Großbritannien – nur in der Kategorie 3 (regelmäßige Rechtsverletzungen). Die USA ist sogar nur in Klasse 4 (systematische Rechtsverletzungen) unterwegs, gemeinsam mit Irak, Oman und dem Libanon. Und das hat Folgen: Die Zahl der Länder, in denen erwerbstätige Menschen Gewalt ausgesetzt waren, hat sich von 59 im Jahr 2017 auf 65 im Jahr 2018 erhöht.

Fünfundsechzig Prozent der Länder schließen Beschäftigte vom Recht auf die Gründung von oder den Beitritt zu Gewerkschaften aus, verglichen mit 60 Prozent im Jahr 2017. Immer mehr erwerbstätige Menschen sind vom arbeitsrechtlichen Schutz ausgeschlossen: 2,5 Milliarden Menschen in der informellen Wirtschaft, Millionen Wanderarbeitskräfte, diejenigen, die prekäre Tätigkeiten verrichten oder für Plattformunternehmen arbeiten.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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