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02.02.2017

5 Trends der globalen Arbeitswelt

Nicht nur Kundenservice, auch Mitarbeiterservice wird künftig großgeschrieben, auch das mittlere Management muss seinen Führungsstil überdenken, sagt das Workforce Institute at Kronos.

Hier die Entwicklungen, die The Workforce Institute at Kronos für 2017 für das Workforce- und Human-Capital-Management (HCM) prognostiziert:

Das mittlere Management im Fokus

Wenn Mitarbeiter kündigen, ist es häufig wegen ihrer Führungskraft. 2017 bekleiden viele Millennials zum ersten Mal eine Führungsposition im mittleren Management. Ihnen von Beginn an die richtigen Skills, Tools und Technologien an die Hand zu geben, um mit den Mitarbeitern die richtige Beziehung aufzubauen, Talente zu fördern und Visionen umzusetzen, ist wichtig. Genauso wie, den Führungsnachwuchs über Manager-Onboarding-Programme einzubinden. Mitarbeiterbefragungen helfen zu überprüfen, ob Führungsstil und Unternehmenskultur in Einklang sind.

Ein Plädoyer für guten „Mitarbeiterservice“

Die Wichtigkeit guten Kundenservices steht außer Frage, 2017 steht auch der „Mitarbeiterservice“ im Fokus. Unternehmen müssen Ressourcen und Budget in die Hand nehmen, um ihren Leuten ein erfüllendes, weniger komplexes, dafür transparentes Arbeitsumfeld zu bieten, das sich wirklich lohnt. Worauf legen die Mitarbeiter am meisten wert? Welche Technologien, Weiterbildungen und Prozesse können sie erfolgreich unterstützen? Was verbessert die Work-Life-Balance? Noch werben Firmen lieber neue Mitarbeiter an, anstatt sich um die Top-Talente zu kümmern, die bereits an Bord sind. Ein Umdenken, gerade im Führungsbereich, ist angesagt.

Agilität vs. gesetzliche und wirtschaftliche Unsicherheiten

Die amerikanischen Präsidentschaftswahlen, der Brexit, die Wahlen 2017 in Europa und Asien ... was das alles wirtschaftlich bedeutet, ist noch nicht absehbar. Überall werden immer strengere Arbeitsvorschriften und -gesetze erlassen, ob die Erhöhung des Mindestlohns hierzulande, der National Living Wage in Großbritannien oder der derzeit blockierte Vorschlag einer FSLA (Fair Labour Standards Acts)-Mehrarbeitsregelung in den USA. Gleichzeitig werden sich makroökonomische Variablen auf die Einstellungspolitik der Unternehmen auswirken. Wer mit den neuen Gesetzen Schritt halten und Spitzenkräfte unter Einhaltung aller Vorschriften an sich binden will, muss flexibel und agil reagieren.

Der Wert von personenbezogenen Daten

IDC schätzt, dass bis 2020 täglich in jeder Sekunde für jeden Menschen etwa 1,7 Megabyte an neuen Daten generiert werden. Dabei geht es gar nicht darum, „alles“ zu messen und zu untersuchen. Bereits erfasste personenbezogene Daten mit den richtigen Tools zu analysieren, um bessere Entscheidungen in Bezug auf die Mitarbeiter und das Geschäft zu treffen, macht aber durchaus Sinn – ob in Richtung Produktivität und Umsatz gedacht, in Richtung Mitarbeiterbindung und -motivation oder in Richtung Kundenzufriedenheit.

Technologie für Human Capital Management:

Auch wenn viele Personalleiter noch mehr als ein Drittel ihrer Zeit mit manuellen Tätigkeiten verbringen, haben sich die Human-Resources-Abteilungen in Unternehmen dank zunehmend datengesteuerter Verfahren inzwischen zu strategischen Geschäftspartnern entwickelt. Die breite Akzeptanz von SaaS (Software as a Service) hat zu anspruchsvolleren Lösungen – und anspruchsvolleren HR-Leitern geführt: Sie wollen bessere Technologien für Recruiting, Mitarbeiterbindung, Talentmanagement, Kollaboration und Onboarding und verbesserten Self-Service-Funktionen für ihre Mitarbeiter.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

The Workforce Institute at Kronos

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Hans Weber

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Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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