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06.12.2019

Urteil: Abwerben im Büro auch auf dem privaten Handy verboten

Unternehmen dürfen geeignete Kandidaten schon länger nicht mehr über Anrufe am Arbeitsplatz abwerben. Nun gilt das auch höchstrichterlich für Anrufe auf dem Privat-Handy, wenn der Angerufene im Büro ist.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat es jetzt höchstrichterlich bestätigt: Bei der Suche nach Fachkräften dürfen Unternehmen ihre Wunschkandidaten zwar abwerben, jedoch keine längeren Gespräche führen, wenn sich der Angerufene an seinem Arbeitsplatz befindet. Das gilt auch für Telefonate mit dem Privat-Handy.

Laut der Richter sei nur eine kurze, erste Kontaktaufnahme zulässig. Der Anrufer müsse fragen, ob der Angerufene sich an seinem Arbeitsplatz befindet und dann gegebenenfalls einen weiteren Telefontermin ausmachen.

Kontaktaufnahme muss zumutbar sein

Im konkreten Fall des Oberlandesgerichts ging es um einen Mitarbeiter, der innerhalb von fünf Tagen sieben Mal während der Arbeitszeit angerufen worden war. Nachfragen, ob sich der Angerufene im Büro befunden haben könnte, seien nicht erfolgt. Das habe die Betriebsabläufe beeinträchtigt, so die Richter. Zwar sei das Abwerben Teil des freien Wettbewerbs und daher auch hinzunehmen, jedoch seien die Interessen aller Beteiligten - also des Arbeitnehmers genauso wie die des Noch-Arbeitgebers - zu berücksichtigen. Daraus folge, dass ein Anruf zumutbar sei, „wenn er nur der ersten kurzen Kontaktaufnahme dient, bei welcher sich der Anrufer bekannt macht, den Zweck seines Anrufs mitteilt“ und das Interesse an einem vertieften Kontakt abfragt. „Folgekontakte am Arbeitsplatz“ seien hingegen wettbewerbsrechtlich unzulässig.

Zumutbare Frage nach dem Aufenthaltsort

Ein Headhunter kann bei einem Anruf auf einem Mobiltelefon – anders als bei einem betrieblichen Festnetzanschluss – grundsätzlich nicht wissen, ob sich der Angerufene am Arbeitsplatz befindet und er damit in die betriebliche Sphäre des Arbeitgebers eingreift. Es sei ihm aber durchaus zuzumuten, dies zu Beginn des Gespräches zu fragen.

„Diese kurze Nachfrageobliegenheit ... belastet den Personalberater nicht über Gebühr und lässt sich zwanglos in eine höfliche Gesprächseröffnung integrieren. Gleichzeitig sind die Interessen des Arbeitgebers gewahrt, nicht über Gebühr durch gegen ihn gerichtete Maßnahmen von Wettbewerbern belästigt zu werden“, fasst das OLG zusammen. (Az. 6 U 51/18)

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

OLG Frankfurt

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