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15.06.2015 2. Formale Anforderungen (Inhalte, Form)
Frage & Antwort

2.35 Markierung bei Teilen bei Bestellung mit Abnahmeprüfzeugnis 3.1

Wir haben bei einem Lieferanten Reduzierstücke aus 1.4404 mit APZ 3.1 bestellt.

Der Lieferant hat uns die Teile mit APZ 3.1 geliefert, die Teile wurden aber nicht markiert.

Der Lieferant weigert sich, eine Kennzeichnung am Teil zu machen, weil er meint, dass diese Anforderung in der Bestellung stehen müsse.
Wenn das stimmt, wie kann er dann die chemischen und mechanischen Werte vom Zertifikat den Teilen zuordnen, wenn diese nicht markiert sind?

Antwort:

Sie haben da relativ schlechte Karten.

Die Art der Kennzeichnung muss in der Tat der Besteller vorgeben. Wenn es sich um Normteile handelt, so müssten Sie prüfen, ob in der betreffenden Norm eine Kennzeichnungspflicht festgelegt ist und wie diese aussieht. In allen anderen Fällen müssen Sie das vorgeben, wenn Sie z.B. eine Kennzeichnung an jedem Reduzierstück haben wollten (das wird dann teuer).

Wenn Sie nichts vorschreiben, reicht es durchaus aus, wenn der Lieferant einen Zusammenhang zwischen Bestellung, Lieferschein und APZ 3.1 dadurch herstellt, dass auf dem APZ die Bestell-Nr. aufgeführt ist und z.B. die Teile gemeinsam verschickt werden. Es bleibt dann Ihnen überlassen, bei Wareneingang eine geeignete Kennzeichnung an den einzelnen Teilen vorzunehmen.

Im Übrigen ist natürlich zu prüfen, welchen Zweck eine Kennzeichnung an jedem Teil hat und ob das überhaupt erforderlich ist. Wenn Sie z.B. solche Teile stets nur aus einem Werkstoff beziehen, könnte das entfallen.
Bedenken Sie bitte, dass wenn Sie eine durchgängige Kennzeichnung fordern, es nicht ausreichen würde, nur den Werkstoff (Kurzzeichen oder Nummer) am Teil anzugeben. Bei laufendem Bezug solcher Teile müsste zur korrekten Zuordnung zum jeweiligen APZ auch noch die Schmelzen-Nr. (oder eine andere Unterscheidung) auf dem Teil vermerkt werden, da ja damit zu rechnen ist, dass über einen längeren Zeitraum nicht alle Teile (gleicher Art und Größe) aus einer Schmelze stammen.

Man muss also wirklich sehr sorgfältig überlegen, ob ein solcher Aufwand gerechtfertigt ist, weil das richtig ins Geld geht!!

Produktkonformität und Prüfbescheinigungen
Ing. Ingolf Friederici

Ing. Ingolf Friederici

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Über den Experten

Ingolf Friederici, Experte für Managementsysteme, Konformitätsfragen und zugehörige Normen, führt seit vielen Jahren Seminare und Workshops durch, schwerpunktmäßig als unternehmensindividuell gestaltete Inhouse-Veranstaltungen.

Im expert Verlag, Tübingen, erschien kürzlich sein Buch "Konformität von Produkten - Gesetzliche Anforderungen, Konformitätsbewertungen, Konformitätsdokumente, Prüfbescheinigungen".

ingolf.friederici@gmail.com