nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
06.02.2013 2. Formale Anforderungen (Inhalte, Form)
Frage & Antwort

2.32 Ausstellung 2.2 oder 3.1 ohne Kundenvorgaben

Sehr geehrter Hr. Friederici, von unseren Kunden werden Werkszeugnisse nach 2.2 oder 3.1 gefordert. Wobei die Kunden keine weiteren Angaben über die Inhalte machen. Wir erstellen dann immer eine Prüfbescheinigung (2.2 oder 3.1). Inhaltlich mit einer Übereinstimmungserklärung und einigen, das Produkt beschreibenden Prüfmerkmalen (die Merkmale sind von uns selbst definiert). Die Bescheinigung ist unterschriftslos mit i.A. durch den Abnahmebeauftragten namentlich unterzeichnet (mit Zusatz: "ohne Unterschrift gültig"). Die Bescheinigung kann nur durch die Abnahmebeauftragten (systemtechnisch) ausgefertigt werden. Die Abnahmebeauftragten sind von der Geschäftsleitung schriftlich hierfür beauftragt.

Nun finde ich hier im Forum folgenden Eintrag: "1.4 DIN EN 10204 auch für die Dokumentation von Qualitätsprüfungen verwendbar?" und stelle mir die Frage, ob unser Vorgehen rechtlich einwandfrei ist.

Für ein Auskunft wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Antwort:

Bei Werksbescheinigung 2.1 werden keine weiteren Angaben vom Besteller benötigt, da dort keine Eigenschaftsmerkmale und keine Prüfergebnisse aufgeführt werden.

Bei allen anderen Bescheinigungsarten (2.2, 3.1, 3.2) muss der Besteller angeben (soweit nicht durch Normen klar bestimmt), für welche Eigenschaftsmerkmale er Prüfergebnisse dokumentiert haben will. Wenn er nichts angibt, ist es zweckmäßig, ihn danach zu fragen. Weiß er keine Antwort, dann teilen Sie ihm mit, für welche Merkmale Sie Prüfergebnisse aufführen wollen. Dann kann er sich dazu äußern.

Leider wissen viele Besteller überhaupt nichts von den Zusammenhängen. Aber leider ist der Besteller ein Einkäufer, während seine QS u.U. durchaus klare Vorstellungen hat, aber nicht an den Einkauf weitergibt. Und das kann dann bei der WE-Prüfung und der Prüfung der Prüfbescheinigungen böse auffallen.

Die erwähnte Unterschriftsregelung ist soweit in Ordnung. Allerdings muss die Bezeichnung "Abnahmebeauftragter" dem Namen hinzugefügt werden. Sehr gut ist die Tatsache, dass die Abnahmebeauftragten eine schriftliche Beauftragung erhalten haben.

Produktkonformität und Prüfbescheinigungen
Ing. Ingolf Friederici

Ing. Ingolf Friederici

beantwortet Ihre Fragen zu Produktkonformität und Prüfbescheinigungen.


Stellen Sie Herrn Friederici Ihre Frage!


Über den Experten

Ingolf Friederici, Experte für Managementsysteme, Konformitätsfragen und zugehörige Normen, führt seit vielen Jahren Seminare und Workshops durch, schwerpunktmäßig als unternehmensindividuell gestaltete Inhouse-Veranstaltungen.

Im expert Verlag, Tübingen, erschien kürzlich sein Buch "Konformität von Produkten - Gesetzliche Anforderungen, Konformitätsbewertungen, Konformitätsdokumente, Prüfbescheinigungen".

ingolf.friederici@gmail.com