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29.05.2012 4. Aussteller und bestätigende Personen
Frage & Antwort

4.60 Von der Fertigung unabhängiger Abnahmebeauftragter

Wir haben nach der Änderung der Norm unsere Werkszeugnisse von 2.3 auf 2.2 umgestellt, allerdings weiterhin mit der Angabe von spezifischen Prüfungen. Der Grund dafür war, dass unsere Betriebe eigene Prüflabors haben. Wir sind der Meinung, dass dadurch die Bedingung eines von der Fertigungsabteilung unabhängigen Abnahmebeauftragten nicht gegeben ist.

Jahrelang hat das niemanden gestört. Jetzt monierte ein Kunde unseres Kunden in einem Audit, dass die Ausstellung eines Werkszeugnisses 2.2 mit Prüfergebnissen nicht erlaubt sei. Formal, nach den Kriterien der 10204:2004, hat er wohl recht. Aber ist es wirklich nicht erlaubt, Angaben über die Normforderungen hinaus zu machen?

Wie definiert sich die Unabhängigkeit des Abnahmebeauftragten von der Fertigungsabteilung?

Antwort:

Dankeschön für die ausführliche Erläuterung der organisatorischen Gegebenheiten.

Der Ersatz des früheren Werksprüfzeugnisses 2.3 durch ein Werkszeugnis 2.2 ist problematisch. Bei 2.3 wurden ja „spezifische“ Prüfergebnisse aufgeführt (die also an den Liefergegenständen selbst oder damit zusammenhängenden Prüfeinheiten stammen). Damit verbunden ist die Rückführbarkeit der Erzeugnisse zu den Dokumenten (Thema Kennzeichnung). Bei den in 2.2 angegebenen Prüfergebnissen handelt es sich ja um z.B. statistische Werte aus laufender Produktion und eine Zuordnung zu den Liefergegenständen ist nicht erforderlich.

Ihr Kunde hat natürlich nicht recht, wenn er behauptet, dass in 2.2 keine Prüfergebnisse aufgeführt werden dürfen. Es müssen sogar Ergebnisse enthalten sein und die können „nicht-spezifisch“, also aus laufender Produktionsüberwachung sein, gegen die Angabe „spezifischer“ Prüfergebnisse ist aber auch nichts einzuwenden.

Die „Unabhängigkeit“ des Abnahmebeauftragten (bei 3.1 und 3.2) ergibt sich durch die arbeitsvertraglichen Regelungen. Gleichgültig, wo eine solche Person organisatorisch angesiedelt ist, mit einer speziellen schriftlichen Beauftragung zum Abnahmebeauftragten (neben anderen Tätigkeiten), in der seine Aufgaben und Zuständigkeiten sowie die Befugnis, namens der Firma (juristische Person) APZ 3.1 und 3.2, natürlich auch 2.1 und 2.2 unterschreiben zu dürfen, ist der Fall hinreichend geregelt und niemand kann das beanstanden.

Ich empfehle deshalb unbedingt die Ausstellung von APZ 3.1 anstelle 2.3.

Produktkonformität und Prüfbescheinigungen
Ing. Ingolf Friederici

Ing. Ingolf Friederici

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Über den Experten

Ingolf Friederici, Experte für Managementsysteme, Konformitätsfragen und zugehörige Normen, führt seit vielen Jahren Seminare und Workshops durch, schwerpunktmäßig als unternehmensindividuell gestaltete Inhouse-Veranstaltungen.

Im expert Verlag, Tübingen, erschien kürzlich sein Buch "Konformität von Produkten - Gesetzliche Anforderungen, Konformitätsbewertungen, Konformitätsdokumente, Prüfbescheinigungen".

ingolf.friederici@gmail.com