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02.04.2010 4. Aussteller und bestätigende Personen
Frage & Antwort

4.37 Dürfen wir als Händler ein Zertifikat EN 10204-3.1 ausstellen?

Wir sind Händler für Elektromotorenteile und lassen z.B. in der Türkei Graugußteile mit unseren Werkzeugen produzieren. Diese kommen dann Containerweise zu uns, wir lagern sie hier ein und verkaufen sie dann unverändert an die verschiedensten Kunden aus. Wir bekommen keine Zertifikate über Material oder sonstige Prüfungen von unserem Hersteller mitgeliefert. Jetzt fordert ein Kunde ein Zertifiakt EN 10204-3.1 für Artikel, die wir zu unterschiedlichen Terminen zwischen Juni und Dezember 2008 geliefert haben. Er möchte eine Materialspezifikation und mechanische Prüfergebnisse bestätigt haben. Da das Material aber aus unterschiedlichen Produktionschargen stammt, ist das jetzt gar nicht mehr nachvollziehbar. Wie sollen wir uns verhalten? Wir könnten lediglich bestätigen, daß die Teile aus Grauguß GG 20 sind, aber keine genaue Materialzusammensetzung.

Antwort:

Leider haben Sie als Händler von Graugußstücken keine Chance, ein APZ 3.1 "hilfsweise" auszustellen. Auch ist es für Grauguß ganz unüblich, ein APZ 3.1 auszustellen, da es keine genormte Chemische Zusammensetzung gibt und die Zugfestigkeit/Dehnung für ein Graugußstück - insbesondere an Elektromotoren - eine unbedeutende Eigenschaft ist, zumal in der zweituntersten Festigkeitsklasse. Interessanter wäre aus Bearbeitungsgründen allenfalls die Härte. Die könnten Sie an entsprechend vorbereiteten Stellen prüfen oder prüfen lassen und in einem Prüfprotokoll bestätigen. Aber auch für diesen Fall geht ein klassisches und vollständiges APZ 3.1 nicht, weil Sie ja nicht für alle Eigenschaften (Werkstoff, Geometrie, Maße, Oberflächen) eine übereinstimmung mit Werkstoffnorm, Modellzeichnung, Bauteilzeichnung usw. aussprechen wollen und können. Ihren Kunden können Sie auch gerne darauf aufmerksam machen, dass nach Lieferung der Teile eine nachträgliche Anforderung eines APZ 3.1 eine neue Bestellung darstellt, der Sie aber nicht entsprechen können - d.h., sie müssen diese Bestellung ablehnen - weil Ihnen objektiv die Liefermöglichkeit fehlt. Und da bei Grauguß APZ 3.1 grundsätzlich ungewöhnlich ist und wohl kaum eine Gießerei chargen- oder losbezogene Prüfergebnisse vorhält, müsste grundsätzlich bereits bei der Bestellung von Ihrem Kunden angegeben werden, für welche Eigenschaften er denn einen APZ 3.1-Nachweis haben will, da darüber nichts in der Werkstoffnorm steht.

Produktkonformität und Prüfbescheinigungen
Ing. Ingolf Friederici

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Über den Experten

Ingolf Friederici, Experte für Manage-
mentsysteme, Konformitätsfragen und zugehörige Normen, führt seit vielen Jahren Seminare und Workshops durch, schwer-
punktmäßig als unternehmensindividuell gestaltete Inhouse-Veranstaltungen.

ingolf.friederici@gmail.com