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10.06.2009 3. Konformitätsaussagen und Prüfergebnisse
Frage & Antwort

3.26 Nachträgliche Abnahme von nach DIN EN 10204-3.1 bestätigter Halbzeuge zur Erlangung eines APZ DIN EN 10204-3.2

Wenn ich den Abschnitt 4.2 des Regelwerkes DIN EN 10204:1995-08 richtig interpretiere, müsste die Abnahme zur Erlangung eines Abnahmeprüfzeugnisses (APZ) 3.2 gemeinsam mit dem Abnahmebeauftragten (z.B. Klassifikationsgesellschaft) bereits im Herstellerwerk vorgenommen werden.

Bedingt durch die teilweise unzureichende Verfügbarkeit entsprechend bescheinigter Halbzeuge sehen wir uns derzeit veranlasst, auf Halbzeuge zurückzugreifen, für die bislang lediglich ein APZ 3.1 vorliegt. Diese Halbzeuge sollen unter Einbeziehung einer Klassifikationsgesellschaft einer nachträglichen Abnahme unterzogen werden. Kann bzw. darf ein hieraus resultierendes APZ dem aktuellen Regelwerk zugeordnet werden (sprich 3.2) oder wäre eine Bezeichnung als APZ 3.1C entsprechend der vorherigen Version des Regelwerkes EN 10204 treffender. Wäre eine derartige Bezeichnung überhaupt zulässig?

Antwort:

Zunächst ist festzustellen, dass die Ausgabe 1995-08 längst durch die Ausgabe 2005-01 ersetzt worden ist. Demnach können heute keine Prüfbescheinigungen nach der ungültigen Version der Norm ausgestellt werden. Ausnahme sind vielleicht bestehende, früher datierte, Dokumente für auf Lager befindliche Erzeugnisse, die vor 2005-01 hergestellt, geprüft und bescheinigt wurden.

Bezüglich der Teilnahme eines Abnahmebeauftragten des Bestellers (wie für APZ 3.2 in der Norm gefordert) gilt Folgendes:

Der Abnahmebeauftragte bestimmt, in welcher Form er die Prüfergebnisse verifiziert und validiert. Das kann eine Teilnahme im Herstellerwerk bedeuten, bei bestimmten Prüfungsarten, die auch später nach Auslieferung vorgenommen werden können, wie z.B. einige zerstörungsfreie Prüfungen, könnte diese zusätzliche Prüfung auch beim Beasteller durchgeführt werden. Zusammen mit dem vorliegenden APZ 3.1 des Herstellers bildet dann das neue Dokument ein APZ 3.2; das bedeutet, die Dokumentation der Prüfergebnisse muss nicht auf einem gemeinsam unterschriebenen Dokument erfolgen. Zu beachten ist aber, ob die Prüfverfahren und Prüfkörper, wie sie in der zutreffenden Werkstoffnorm/spezifikation vorgegeben sind, auch bei dieser nachträglichen Prüfung eingehalten werden können.

Zeigen die Prüfungen durch den vom Besteller beauftragten Abnahmebeauftragten negative Ergebnisse, so bleibt allerdings nichts anderes übrig, als den Hersteller davon in Kenntnis zu setzen und um Aufklärung aufzufordern.

Produktkonformität und Prüfbescheinigungen
Ing. Ingolf Friederici

Ing. Ingolf Friederici

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Über den Experten

Ingolf Friederici, Experte für Managementsysteme, Konformitätsfragen und zugehörige Normen, führt seit vielen Jahren Seminare und Workshops durch, schwerpunktmäßig als unternehmensindividuell gestaltete Inhouse-Veranstaltungen.

Im expert Verlag, Tübingen, erschien kürzlich sein Buch "Konformität von Produkten - Gesetzliche Anforderungen, Konformitätsbewertungen, Konformitätsdokumente, Prüfbescheinigungen".

Rückfragen beantwortet Herr Friederici gern auch telefonisch unter Tel. 036601 / 556544.

ingolf.friederici@gmail.com