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29.11.2007 3. Konformitätsaussagen und Prüfergebnisse
Frage & Antwort

3.14 Zusätzliche Umstempelbescheinigung

Wir sind Hersteller von spanend hergestellten Schrauben und anderen Drehteilen und nach AD 2000 W0 zugelassen. Vor Kurzem hatten wir eine Kundenanfrage, in der neben einem 3.1-Zeugnis noch eine Umstempelbescheinigung gefordert wurde. Ich habe mich diesbezüglich mit dem TÜV in Verbindung gesetzt und von dort erfahren, dass dies für den Endhersteller (des Druckgerätes) nicht relevant sei. Was ist Ihre Meinung zu diesem Sachverhalt?

Antwort:

Wir befinden uns hier im Bereich der Druckgeräte, für die es die EG-Druckgeräterichtlinie gibt, deren Entsprechung in Deutschland eine Verordnung im GPSG (Geräte- und Produktsicherheitsgesetz) ist und dazu gehört die Reihe AD-2000-Merkblätter. AD W0 gilt ausschließlich für Werkstoffhersteller (kann also eigentlich nicht für Sie gelten).

Sie müssten als Hersteller von Verbindungselementen eigentlich eine Zulassung nach AD HP0 haben und für Schrauben und Muttern (zusammen mit Ihrem Kunden) AD W7 für Schrauben und Muttern aus ferritischen Stählen beachten. HP0 Abschnitt 4.2.1.2 erklärt: Für Schrauben und Muttern aus geprüftem Vormaterial gelten für die Kennzeichnung die Regelungen des AD-2000-Merkblattes W7. Die Kennzeichnungsregeln sind recht kompliziert und es kann hier nicht näher darauf eingegangen werden.

Für andere Drehteile, die nicht AD W7 unterliegen, ist die Sachlage klar:

Sie stellen Drehteile aus gekennzeichnetem Material her, wobei bei der spanenden Fertigung die ursprüngliche Kennzeichnung des Herstellers verloren geht.

Dann kommt HP0 Abschnitt 4.2.2 und 4.2.3 zum Tragen, wo festgelegt ist:

4.2.2 Bei Werkstoffen, die mit Werkzeugnis 2.2 oder Abnahmeprüfzeugnis 3.1 nach DIN EN 10204 geliefert werden, kann nach schriftlicher Vereinbarung mit der zuständigen unabhängigen Stelle (in Ihrem Fall der TÜV) die Übertragung der Kennzeichnung auf das Endprodukt (das Drehteil) durch den Verarbeiter oder Lieferer vorgenommen werden. In dieser Vereinbarung wird der für die Übertragung der Kennzeichnung verantwortliche Werksangehörige (landläufig auch Umstempler genannt) namentlich genannt und das von ihm verwendete Werkskennzeichen festgelegt.

4.2.3 Werden an Teilen, die auf der Baustelle weiterverarbeitet werden, die Kennzeichen im Herstellerwerk (der Hersteller von Einzelteilen, nicht des Werkstoffes) vom verantwortlichen Werksangehörigen übertragen, so sind diesen Teilen auf Verlangen Bescheinigungen über die Übertragung der Kennzeichnung beizufügen. Aus den Bescheinigungen muss hervorgehen, dass die Übertragung der Kennzeichnung im Einvernehmen mit der zuständigen unabhängigen Stelle (z. B. TÜV) durchgeführt wurde. Sie können durch einen entsprechenden Vermerk auf der Prüfbescheinigung nach DIN EN 10204 (3.1) ersetzt werden.

Lesen Sie dazu im Buch "Produktkonformität" Kapitel 3.8 und Kapitel 7 durch und sehen Sie das Muster für Umstempelbescheinigung/-protokoll (Bild 3.8).

Produktkonformität und Prüfbescheinigungen
Ing. Ingolf Friederici

Ing. Ingolf Friederici

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Über den Experten

Ingolf Friederici, Experte für Managementsysteme, Konformitätsfragen und zugehörige Normen, führt seit vielen Jahren Seminare und Workshops durch, schwerpunktmäßig als unternehmensindividuell gestaltete Inhouse-Veranstaltungen.

Im expert Verlag, Tübingen, erschien kürzlich sein Buch "Konformität von Produkten - Gesetzliche Anforderungen, Konformitätsbewertungen, Konformitätsdokumente, Prüfbescheinigungen".

Rückfragen beantwortet Herr Friederici gern auch telefonisch unter Tel. 036601 / 556544.

ingolf.friederici@gmail.com