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13.09.2007 2. Formale Anforderungen (Inhalte, Form)
Frage & Antwort

2.7 Konsequenzen aus der ehemaligen und der neuen Version von APZ 3.2

Ich habe einmal den Versuch unternommen, für meinen Chef (eines Maschinenbauunternehmens) die Konsequenzen aus der ehemaligen und neuen Version von 3.2 aufzuzeigen und bin kläglich gescheitert. Ich bin aus allen Wolken gefallen, was da in den Texten passiert ist, und habe den Verdacht, dass sich da gravierende Fehler eingeschlichen haben.

Das bisherige APZ 3.2 wurde als ein spezielles APZ bezeichnet, "das aufgrund einer besonderen Vereinbarung sowohl von dem ... als auch von dem ... bestätigt ist". Damit war klar, dass alle Bedingungen, die an die früheren APZ 3.1.A, 3.1.B und 3.1.C gestellt waren, originäre Bedingungen auch für das Protokoll waren. Nun aber wird diese Verknüpfung aufgelöst und das APZ 3.1 und das APZ 3.2 werden unabhängig voneinander beschrieben. Und dabei stelle ich fest, dass bei

APZ 3.1 der Hersteller

  • die Bescheinigung herausgibt,
  • Übereinstimmung zwischen Lieferung und Bestellung bestätigt, sein Abnahmebeauftragter
  • die Bescheinigung bestätigt.

APZ 3.2

kein Herausgeber genannt ist und die Bestätigung der Übereinstimmung zwischen Lieferung und Bestellung plötzlich durch die zwei Abnahmebeauftragten (des Herstellers und des Bestellers) erfolgt. Der Hersteller als Firma ist da aus dem Spiel. Bei 2.1, 2.2 und 3.1 trägt der "Hersteller" die Verantwortung für die Übereinstimmungserklärung, bei 3.2 nun aber zwei Abnahmebeauftragte. Das kann doch wohl nur ein Missverständnis sein. Wie sollen wir uns da künftig verhalten?

Antwort:

Sie haben den Finger auf die schmerzlichste Wunde in der neuen Norm gelegt!

Inzwischen ist bekannt geworden, dass diese Diskrepanz einer Vergesslichkeit bei der Textüberarbeitung zu verdanken ist. Wenn die in der Norm festgelegten vier Arten von Prüfbescheinigungen irgendeine innere Logik in ihrer Bedeutung haben sollen (und müssen), so ist klar, dass beim APZ 3.2 ein wesentlicher Teil der für 2.1, 2.2 und 3.1 geltenden Anforderungen (nämlich die Übereinstimmungserklärung durch den Hersteller) nicht verändert und auf die zwei Abnahmebeauftragten abgewälzt werden kann.

Diese Verantwortungsüberwälzung geht ja schon überhaupt nicht in Bezug auf den Abnahmebeauftragten des Bestellers, weil der sich ja nur auf die Prüfungen und Prüfergebnisse abstützen könnte, die er beaufsichtigt, gesichtet und bewertet hat. Ihm ist es nicht möglich, eine ganzheitliche, alle in der Bestellung direkt oder versteckt über Zitat von Spezifikationen, Normen usw. erfassende Übereinstimmungserklärung abzugeben. Das ist alleine Sache des Herstellers (Firma als juristische Person). Gehen Sie zukünftig genau wie beim APZ 3.1 vor und lassen Sie entweder Ihr APZ von dem Abnahmebeauftragten des Bestellers abzeichnen, dann können Sie APZ 3.2 darüber schreiben, oder Sie fügen ein eigenes Dokument des Abnahmebeauftragten des Bestellers Ihrem APZ bei (mit gleicher Identifizierung) und können es dann auch APZ 3.2 nennen.

Produktkonformität und Prüfbescheinigungen
Ing. Ingolf Friederici

Ing. Ingolf Friederici

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Über den Experten

Ingolf Friederici, Experte für Managementsysteme, Konformitätsfragen und zugehörige Normen, führt seit vielen Jahren Seminare und Workshops durch, schwerpunktmäßig als unternehmensindividuell gestaltete Inhouse-Veranstaltungen.

Im expert Verlag, Tübingen, erschien kürzlich sein Buch "Konformität von Produkten - Gesetzliche Anforderungen, Konformitätsbewertungen, Konformitätsdokumente, Prüfbescheinigungen".

ingolf.friederici@gmail.com