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14.11.2011 2. Formale Anforderungen (Inhalte, Form)
Frage & Antwort

2.28 Werksbescheinigung 2.1 bei jeder Lieferung?

Hallo,
die EN 1090, nach welcher ab Juli 2012 jeder Metallbauer in Europa CE-kennzeichnen muss, besteht die Forderung für alle Schrauben eine Werksbescheinigung 2.1 nach EN 10204 einzufordern. Der Schraubenhändler unseres Vertrauens meint nun, die Werksbescheinigung 2.1 bekommen wir nur einmal, da sie ja eh immer die gleichen Daten beinhaltet. Ist das so korrekt oder muss uns der Händler/Hersteller jedesmal eine neue Bescheinigung ausstellen?

Außerdem hab ich da noch eine Verständnisfrage. Die Norm sagt zur 2.1-Bescheinigung: Bescheinigung, in der der Hersteller bestätigt, dass die gelieferten Erzeugnisse den Anforderungen der Bestellung entsprechen, ohne Angabe von Prüfergebnissen. Wie kann der Hersteller bescheinigen, dass die Produkte mit meiner Bestellung, die ja aber an den Händler geht, übereinstimmt?

Antwort:

Jede Prüfbescheinigung nach EN 10204 kann von dem jeweiligen Aussteller/Hersteller nur auf die ihm vorliegende Bestellung eines dann auch im Zeugnis benannten Kunden (Bestellers) verweisen. Wenn dies nun ein Händler ist, so reicht er diese Prüfbescheinigung (mit Bezug auf seine eigene Bestellung) an seinen Kunden weiter. Dieser wiederum verarbeitet die bescheinigten Bauteile und reicht sein Erzeugnis wiederum (incl. der ursprünglichen Bescheinigung) an seinen Kunden weiter. Auf welche Art und Weise er nun das Ursprungsdokument mit seiner Lieferung und der zugrunde liegenden Bestellung seines Kunden verknüpft, ist in EN 10204 nicht geregelt. Ein Zusammenhang kann z.B. - falls erforderlich - durch ein Begleitschreiben erfolgen, in dem einerseits auf die Bescheinigung, andererseits auf die Bestellung verwiesen wird. Dies wird bei APZ 3.1 und 3.2 eher der Fall sein als bei 2.1 und 2.2, da dort eine "Rückverfolgbarkeit" mangels spezifischer Prüfergebnisse kaum von Bedeutung ist.

Da es sich im konkreten Fall ja wohl um Normschraubenverbindungen dreht, die nicht "auf Bestellung" gefertigt werden, sondern im allgemeinen als Lagerware vorliegen, und da es sich bei der Werksbescheinigung 2.1 um ein Dokument ohne jegliche Prüfergebnisse sowie ohne eine spezifische Kennzeichnung (Los, Charge o.ä.) handelt, kann ich die Auffassung Ihres Händlers nachvollziehen. Er hat ja keine Zuordnung der bei ihm vorliegenden diversen 2.1er zu den verschiedenen Lieferungen, könnte aber immerhin nachweisen, dass er für alle Bezüge ein 2.1 vorliegen hat. Und davon greift er sich eines heraus und schickt das an seinen Kunden. Allerdings sollte dies nicht gerade ein "uraltes" sein! Vereinbaren Sie mit Ihrem Händler deshalb, dass er Ihnen von Zeit zu Zeit (mindestens 1x jährlich) eine aktuelle Werksbescheinigung des/der Hersteller schickt. Darin kann auch eine ganze Liste von Abmessungen und Sorten von Verbindungselementen aufgeführt sein, gerade so, wie er es vom Hersteller bekommen hat.

Produktkonformität und Prüfbescheinigungen
Ing. Ingolf Friederici

Ing. Ingolf Friederici

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Über den Experten

Ingolf Friederici, Experte für Managementsysteme, Konformitätsfragen und zugehörige Normen, führt seit vielen Jahren Seminare und Workshops durch, schwerpunktmäßig als unternehmensindividuell gestaltete Inhouse-Veranstaltungen.

Im expert Verlag, Tübingen, erschien kürzlich sein Buch "Konformität von Produkten - Gesetzliche Anforderungen, Konformitätsbewertungen, Konformitätsdokumente, Prüfbescheinigungen".

ingolf.friederici@gmail.com