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15.09.2016 2. Formale Anforderungen (Inhalte, Form)
Frage & Antwort

2.38 Materialstempelung bei APZ 3.1 nach AD2000-W1 zwingend?

Ein Kunde hat bei uns autogen gebrannte Zuschnitte u.a. aus P265GH mit APZ 3.1 gem. EN10204 nach AD2000-W1 bestellt. Von einer Stempelung/Kennzeichnung der Einzelteile wurde nichts erwähnt. Wir haben die Zuschnitte an den Kunden bestätigt mit dem Hinweis "Zuschnitte,...aus S235JR+N, S355J2+N und P265GH nach AD2000-W1, ... mit APZ 3.1 für das Vormaterial (Einzelteile nicht gestempelt), ...". Gleichlautend hatten wir die Zuschnitte bei unserem Vorlieferanten bestellt. Nach Anlieferung der Teile reklamierte der Kunde, dass keine Stempelung erfolgte. Unseren Hinweis, dass die Teile nicht gestempelt würden, hatte er übersehen. Die erforderliche Stempelung hätte sich seiner Ansicht nach jedoch schon aus dem Verweis auf die AD2000-W1 ergeben. Somit hätten wir nicht auftragskonform geliefert.

Antwort:

Es handelt sich hier um einen gesetzlich geregelten Bereich, nämlich um Teile für Druckgeräte, die der Druckgeräterichtlinie genügen müssen.

In den für die genannten Werkstoffe und Halbzeuge geltenden harmonisierten EN-Normen sowie im Merkblatt AD 2000-W1 gibt es einen Abschnitt über die Kennzeichnung. Außerdem spielt auch noch DIN EN 764-5 eine Rolle. Sobald eine der Normen und W1 in der Bestellung zitiert sind, gelten die dort stehenden Kennzeichnungsregeln. Der Besteller muss nicht extra darauf hinweise, was und wie gekennzeichnet werden soll.

Der Lieferant muss sich dann an diese dort festgelegten Regeln halten und kann unter keinen Umständen einen Ausschluss in seiner Auftragsbestätigung formulieren (oder gar in seinen allgemeinen Verkaufsbedingungen). Damit verstößt er gegen das Vertragsrecht, weil er wissentlich eine gesetzliche Bestimmung aushebeln würde. Somit wäre eine solche Klausel vertragswidrig. Es hilft nichts: Jedes abgetrennte Teil (hier wohl von einer Blechtafel) muss eine Kennzeichnung tragen. Allerdings kann er aus Vereinfachungsgründen eine andere Art der Kennzeichnung als ursprünglich vorhanden, muss dann aber ein Umstempelprotokoll hinzufügen. Dies trifft meistens auf die nicht realisierbare Übertragung des Herstellerzeichens und evtl. des Zeichens einer Abnahmegesellschaft zu.

In DIN EN 764-5 gibt es zur Umstempelung - ebenso wie in AD 2000-W0 interessante Details.

Produktkonformität und Prüfbescheinigungen
Ing. Ingolf Friederici

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Ingolf Friederici, Experte für Manage-
mentsysteme, Konformitätsfragen und zugehörige Normen, führt seit vielen Jahren Seminare und Workshops durch, schwer-
punktmäßig als unternehmensindividuell gestaltete Inhouse-Veranstaltungen.

ingolf.friederici@gmail.com