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20.03.2014 Bewertung und Erfolge
Frage & Antwort

Geldprämien für Verbesserungsvorschläge?

Wir haben in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen mit Geldprämien für Verbesserungsvorschläge gemacht. Das System wurde daraufhin wieder abgeschafft. Jetzt wird KVP eingeführt und da stellt sich die Frage, ob die dabei entstehenden Verbesserungen selbstverständlich und damit prämienfrei sein werden oder ob die Mitarbeiter eine Prämie erhalten sollen; falls ja - wie hoch soll diese sein?

Antwort:

Die Frage führt zu einer häufigen Diskussion, was durch das Arbeitsentgelt abgegolten ist, und es gibt dazu zahlreiche Meinungen und Prämienvarianten. Ich kann daher auch nur meine persönliche Meinung dazu äußern:

Angenommen, eine Organisation lehnt Geldprämien vollkommen ab, dann muss sie gegenwärtig sein, dass es wahrscheinlich nicht sehr viele Verbesserungsvorschläge geben wird, es sei denn, sie lobt stattdessen hochwertige Sachprämien und Dienstleistungsprämien aus (z. B. Reisen), was dann aber faktisch der Geldprämie sehr nahe kommt. Investiert eine Organisation aber in ein Prämiensystem unter Einschluss von Geldprämien, dann kann sie leicht bewerten, wie viel "Rendite" ihr dieses System jährlich bringt. Und signifikante Anreize bringen eben auch spürbare Anstrengungen der Mitarbeiter hervor, die sich dann für die Organisation positiv auswirken.

Wohlgemerkt, in beiden Fällen erhalten die Mitarbeiter das gleiche Arbeitsentgelt. Welche Organisation wird sich wohl vermutlich schneller und besser entwickeln?

Zudem halte ich es für fair, besondere Leistungen auch besonders anzuerkennen, wobei in der Regel nur umgesetzte Verbesserungen auch prämienwürdig sind. Wichtig ist es ebenfalls, die Anerkennung/Prämie für die Leistung der Gruppe auch der Gruppe zukommen zu lassen, beispielsweise als Budget für gemeinsame Events, als Gutschrift auf einem (virtuellen) Gruppenkonto, welches am Jahresende real ausgezahlt wird, oder eben gesplittet direkt an die Gruppenmitglieder. Die letztere Version hat übrigens den Nachteil, dass ggf. Streit über die "Anteile an dem Verbesserungsvorschlag" in der Gruppe aufkommt und die Teamarbeit zukünftig darunter leidet.

Zur Höhe der Prämie möchte ich keine Empfehlung geben. Sie hängt sehr stark mit der Kultur Ihrer Organisation zusammen und mit der Entscheidung der Obersten Leitung, wie sie die Rendite des Invest in KVP bzw. in ein betriebliches Vorschlagswesen beurteilt. Bekannt sind Prämienhöhen von Null bis 25% des Nutzens der Verbesserung hochgerechnet auf ein Jahr, meist reduziert um einen Abschlag, der den eigenen Aufgaben- und Verantwortungsbereich berücksichtigt - ein ausgesprochen schwieriges Terrain, das auf jeden Fall auch mit einer Betriebsvereinbarung abgesichert werden muss.

Michael Burghartz-Widmann

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Über die Experten

Michael Burghartz-Widmann

Michael Burghartz-Widmann, seit 1987 bei einem süddeutschen Automobilhersteller (seit 2010 in Teilzeit) sowie Unternehmensberater zu Themen wie Automotiv, 5S, KVP, Prozess- und Qualitätsmanagement, ist Trainer der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) und GARP (IHK-Weiterbildung für die Themen Qualitätsmanagement). Er leitet den DGQ-Regionalkreis Stuttgart, ist Mitglied im Vorstand der DGQ und Mitglied in diversen Prüfungsausschüssen.


Johannes Öhl

Johannes Öhl, seit 1994 bei SAP, war bis 2013 tätig als Process Manager für Continuous Improvement. Er war weltweit verantwortlich für den Aufbau und Betrieb des KVP Prozesses in 22 Ländern mit über ca. 15000 Mitarbeitern. 800 Manager wurden als KVP Beauftragte ausgebildet und damit KVP in der Breite der Firma verankert. Er hat ca. 70 KVP-Experten ausgebildet und mit ihnen dutzende von KVP-Workshops durchgeführt.


Thomas Wolter

Dr.-Ing. Thomas Wolter, Unternehmensberater zum Prozess-, Qualitäts- und Excellencemanagement, ist KVP-Trainer der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ). Er leitet den DGQ Regionalkreis in München und ist Senior Assessor des Europäischen Excellence Award sowie des Ludwig Erhard Preises. Zuvor verantwortete Wolter verschiedene Aufgaben im Qualitäts- und Technologiemanagement der Siemens AG.