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28.10.2020 KVP 4.0
Frage & Antwort

Kreativen Geist im Unternehmen fördern

Sie sprechen ein wichtiges Thema an: Förderung des kreativen Geistes in einem Unternehmen bzw. in einem Team. Haben Sie hierzu Erfahrungen und Hilfestellungen, wie man dies bewerkstelligen kann?

Wir kommen in unserem Unternehmen hierbei nicht wirklich weiter. Vor allem gelingt es uns nicht, uns die nötigen Freiräume zu schaffen. Das Tagesgeschäft macht uns sehr oft einen Strich durch die Rechnung. Als kleineres mittelständisches Unternehmen sind unsere Mitarbeiter in viele Prozesse und Projekte involviert..

Antwort:

Das Tagesgeschäft ist in der Tat einer der größten Feinde von Kreativität und Innovation. Themen, mit denen Unternehmen heute ihr Geld verdienen, haben eine höhere Priorität als Innovationen, die „erst“ morgen oder übermorgen Gewinne erwirtschaften.

Unternehmen stehen in einem permanenten Konflikt, bestehende Prozesse effizient zu steuern (Tagesgeschäft) und gleichzeitig neue Marktpotenziale zu erforschen (Innovation). Organisationen, die diesen Spagat meistern, nennt man "Ambidextrouse Organisationen", was für Beidhändigkeit steht. Innovationsmanagement ist die Königsdisziplin in der Unternehmensführung. Sie bringt unendlich große Chancen und Potenziale, ist aber auch die größte Herausforderung, da diese Beidhändigkeit völlig unterschiedliche Prozesse, Einstellungen, Kulturen und Kompetenzen erfordert. Deswegen führt kein Weg vorbei an dem Aufbau einer positiven Einstellung zu Innovationen im Unternehmen. Eine positive Unternehmenskultur soll in erster Linie garantieren, dass Ideen geboren werden, willkommen sind und bis zum Erfolg bedingungslos gefördert werden. Innovation ist und braucht ein Mindset!

Das Kernproblem ist, dass im ebenso abstimmungsintensiven wie hektischen Unternehmensalltag der Fokus der meisten Manager auf dem Hier und Jetzt liegt. Gestresst, aber voller Überzeugung heißt es dann: „Ohne mich läuft das hier nicht!“ Aber das muss es! Denn Manager sollten für ihre Mitarbeiter die meiste Zeit vor allem eines sein: entbehrlich. Wer Personal und Prozesse rechtzeitig adäquat aufstellt und auf die gemeinsam vereinbarten und transparenten Ziele ausrichtet, der kann weitestgehend loslassen. Nur so schafft ein Manager die notwendige und hinreichende Voraussetzung, sich seiner originären Aufgabe zuwenden zu können: der Zukunft des eigenen Unternehmens.

Noch nie war die originäre Aufgabe eines Managers, so früh wie möglich Anpassungen an externe Veränderungen vorzunehmen, so wichtig und entscheidend für den Erfolg wie heute. Und diese Bedeutung wird mit jedem Tag größer. Wenn die Zukunft eines Unternehmens fortwährend auf der Tagesordnung steht, der Wandel also kontinuierlich voran getrieben wird, dann ist Change Management keine vorübergehende Phase, kein abgeschlossenes Projekt mehr, sondern ein Dauerzustand.

Gewinner werden die Unternehmen sein, die sich hierfür Mitarbeiter „leisten“, die sich frei von den Lasten des Tagesgeschäfts intensiv und kontinuierlich mit den Risiken und Chancen beschäftigen können, die technische Revolutionen und gesellschaftliche Umwälzungen in immer neuen Wellen hervorbringen.
Über das Tagesgeschäft hinausdenken, sich für das Neue öffnen bevor es der Wettbewerb macht, das muss der Anspruch nicht nur des Topmanagements sein, sondern jeder Führungskraft.

KVP 4.0

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Über den Experten

Prof. Dr. Hubert Vogl

Prof. Dr. Hubert Vogl ist Professor für Logistikmanagement, Betriebswirtschaft und Digitalisierung an der IUBH Internationalen Hochschule. Als Geschäftsführer eines mittelständischen Logistikdienstleisters in der Kontraktlogistik war er über 20 Jahre in der Industrie tätig. Im Mittelpunkt stand die Planung und Umsetzung von Logistik- und Montagestandorten im Supply Chain Management Umfeld sowie die Implementierung wirksamer Managementsysteme. Dr. Vogl ist zudem Auditor und EFQM-Assessor. Sein Forschungs- und Beratungsschwerpunkt liegt in den Bereichen Prozessorientierung, Reifegradentwicklung, Smart Green Supply Chain und digitale Transformation.


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