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13.10.2020 KVP 4.0
Frage & Antwort

Design Thinking für KVP

Wir sind gerade dabei unseren KVP-Prozess neu zu gestalten. Können Sie erläutern wie die Methode Design Thinking hierfür geeignet ist? Wir sind ein inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen im Elektronikbereich.

Antwort:

Design Thinking ist zunächst nichts anderes als eine systematische Herangehensweise an komplexe Problemstellungen aus allen Lebensbereichen. Im Gegensatz zu vielen Herangehensweisen in Wissenschaft und Praxis, die von der technischen Lösbarkeit die Aufgabe angehen, stehen jedoch die Nutzerwünsche und -bedürfnisse sowie das nutzerorientierte Erfinden und Entwickeln im Zentrum des Prozesses.

Design Thinker betrachten das zu lösende Problem immer durch die Brille des Nutzers und begeben sich dadurch automatisch in die Rolle des Anwenders. Design Thinking fordert eine stetige Rückkopplung zwischen dem Entwickler einer Lösung und seiner Zielgruppe. Design Thinker stellen dem Endnutzer Fragen, nehmen seine Abläufe und Verhaltensweisen genau ins Visier ihrer Überlegungen. Lösungen und Ideen werden in Form von Prototypen möglichst früh sichtbar und kommunizierbar gemacht, damit potentielle Anwender sie – noch lange vor der Fertigstellung oder Markteinführung – testen und ein Feedback abgeben können. Auf diese Weise erzeugt Design Thinking praxisnahe Ergebnisse.

Der Erfolg von Design Thinking wird maßgeblich durch eine gemeinschaftliche Arbeits- und Denkkultur bestimmt. Durch den Ansatz, den Nutzer ins Zentrum aller Überlegungen zu stellen, unterscheidet sich Design Thinking von der Herangehensweise der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen vieler Unternehmen. Auch wenn Firmen vielfach das Gegenteil behaupten, so stehen doch sehr oft technische oder wirtschaftliche Überlegungen am Anfang. Ich erlebe es oft, dass vorrangig überlegt wird, was technisch noch machbar sein könnte ohne dabei den Nutzer und dessen Bedürfnisse und Erwartungen im Blick zu haben.

Zentral für das Funktionieren des Design Thinking ist aber auch der kreative Geist der Gruppenmitglieder in einem Design Thinking Team. Diese sollten sich durch große Offenheit und Neugier auszeichnen und Ideen nicht vorschnell beurteilen und abwerten. Design-Thinking scheitert in vielen Unternehmen vor allem deshalb, weil leider wie so oft ein neuer Prozess um des Prozesses willen durchgedrückt wird, ohne dass die dafür notwendige Methodenkompetenz und vor allem der dafür notwendige Geist im Unternehmen aufgebaut und vorhanden ist. Die gute Nachricht ist, dass man diese Aspekte bewusst trainieren und bei der Implementierung von Design-Thinking berücksichtigen kann und damit die Qualität von KVP Prozessen deutlich steigern kann.

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Über den Experten

Prof. Dr. Hubert Vogl

Prof. Dr. Hubert Vogl ist Professor für Logistikmanagement, Betriebswirtschaft und Digitalisierung an der IUBH Internationalen Hochschule. Als Geschäftsführer eines mittelständischen Logistikdienstleisters in der Kontraktlogistik war er über 20 Jahre in der Industrie tätig. Im Mittelpunkt stand die Planung und Umsetzung von Logistik- und Montagestandorten im Supply Chain Management Umfeld sowie die Implementierung wirksamer Managementsysteme. Dr. Vogl ist zudem Auditor und EFQM-Assessor. Sein Forschungs- und Beratungsschwerpunkt liegt in den Bereichen Prozessorientierung, Reifegradentwicklung, Smart Green Supply Chain und digitale Transformation.


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