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13.12.2016 Karriere
Frage & Antwort

Zukunft Reklamationsmanagement

Wie sieht die Zukunft Ihrer Meinung nach im Reklamationsmanagement aus? Die Abarbeitung erfolgt heutzutage fast ausschließlich schon über online-basierte Plattformen
(z.B.: Supply On) - auch in Hinblick auf Industrie 4.0. Aktuell reizen mich die Themen Schadteilanalyse Feld / Ausbildung zum VDA FQE als Zusatzqualifikation im Reklamationsmanagement.

Langfristig will ich mich in Richtung Gewährleistungsmanagement spezialisieren. Möchte aktuell aber nicht ganz das operative QS-Geschäft aus der Hand geben.

Antwort:

Vorab möchte ich Ihnen mein Kompliment aussprechen, dass Sie sich über Ihre Karriere langfristig Gedanken machen. Sie haben völlig Recht, dass das Thema Reklamationsmanagement immer mehr automatisiert wird. Im Zuge der „Digitalen Transformation“ wird sich hier noch einiges verändern.

Bei dem Thema Gewährleistung ist die Ausgangssituation eine andere. Das Thema Gewährleistung gewinnt, insbesondere in der Automobilbranche, immer mehr an Bedeutung. Sehr viele Automobilzulieferer beklagen, dass die Kosten für die Gewährleistung geradezu explodieren. Man kann auch davon ausgehen, dass sich das in naher Zukunft nicht verändern wird. Die Nachfrage nach Experten für das Thema Gewährleistung ist seit kurzem sprunghaft angestiegen. Viele Unternehmen suchen händeringend Mitarbeiter, die dieses Thema optimal abdecken können. Ich gehe auch davon aus, dass dies langfristig ein absoluter Dauerbrenner bleiben wird. Ich kann Ihnen deshalb nur empfehlen, sich auf den Bereich Gewährleistungsmanagement zu spezialisieren.

Nach meiner festen Überzeugung ist das nicht nur ein Thema, das die Automobilbranche sehr stark betrifft, sondern auch immer mehr andere Branchen. Experten für Gewährleistung sind sehr rar, deshalb sind nicht nur die Perspektiven aktuell, sondern langfristig sehr gut. Dies führt dazu, dass auch die Einkommen hier äußerst attraktiv sind.

Die Anforderungen sind allerdings auch sehr hoch. Unternehmen erwarten hier nicht nur einen Produktexperten, sondern vor allem eine Person die über ausgezeichnete Kenntnisse in der Verhandlungsführung und auch über gute Rechtskenntnisse verfügt. Bei der Bearbeitung einer Gewährleistung geht es nicht nur darum fachlich abzuklären ob dies berechtigt ist, sondern in erster Linie geht es hier um eine optimale Verhandlungsführung unter Berücksichtigung aller rechtlichen Tricks.

Unternehmen bevorzugen deshalb Persönlichkeiten die über gutes Auftreten, Rhetorik, Verhandlungsgeschick, Fingerspitzengefühl etc. verfügen. Diese sogenannten Soft Skills sind bei den Auswahlkriterien mindestens zu 50 Prozent entscheidend. Ein Gewährleistungsexperte muss auch alle rechtlichen Aspekte berücksichtigen können.
Wie bereits erwähnt, geht es hier nicht darum, ob jemand sachlich im Recht ist, sondern darum, ob es ihm gelingt eine Verhandlung zu seinen Gunsten zu gestalten. Ein Gewährleistungsexperte muss deshalb drei Felder gut abdecken können.

1. Fachliche Kompetenz: Hierunter verstehe ich die Produktkenntnisse.
2. Verhandlungsgeschick: Hier geht es um die sogenannten Soft Skills.
3. Rechtskenntnisse: Hier geht es in erster Linie um die Auslegung der Verträge.

Die Perspektiven für Mitarbeiter die diese Felder abdecken können sind ausgezeichnet. Würden Sie sich zu einem Experten in diesem Bereich entwickeln, kann ich Ihnen nur gratulieren.

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Hans Weber

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Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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