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08.03.2017 Berufswechsel
Frage & Antwort

Wechsel in das Qualitätsmanagement

Ich würde gern langfristig in den Bereich des Qualitätsmanagements wechseln und meine Frage ist, wie dies am ehesten zu bewerkstelligen ist und ob es sich grundsätzlich um eine "gute Idee" handelt.

Zu meinem Hintergrund: Ich bin im Moment zeitgleich in einer Teilzeit-Festanstellung bei einem Unternehmen aus der Onlinebranche tätig und als "Teilzeit-Freiberufler" im Bereich der Technischen Redaktion. Die Kombination aus Festanstellung und Freiberuflichkeit möchte ich beibehalten, da sie (für mich) das Beste aus beiden Bereichen vereint. Leider bieten beide Bereiche keine wirklichen Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung oder Karriere.

Daraus entstand bei mir die Idee, mich im Bereich des Qualitätsmanagements (nach Möglichkeit bis zum Auditor) weiterzubilden. Bereits im Studium der Technischen Redaktion und später auch in Unternehmen, für die ich freiberuflich tätig war, hatte ich Berührungspunkte mit dem Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagement - als Berufserfahrung in diesen Bereichen kann man dies jedoch ehrlicherweise nicht werten.

Bevorzugen würde ich eine Ausbildung im Qualitätsmanagement, die ich neben meiner Teilzeitanstellung absolvieren kann und der anschließenden freiberuflichen Tätigkeit in Teilzeit in diesem Bereich. Allerdings zweifle ich an der Realisierbarkeit meines Plans, da mir durchaus bewusst ist, dass Unternehmen bei Freiberuflern nach Spezialisten mit möglichst viel Erfahrung suchen und nicht nach Berufseinsteigern. Wäre alternativ der andere Weg denkbar, dass ich zunächst meine Teilzeitstelle in den Bereich des Qualitätsmanagements transferiere und so Berufserfahrung sammle, die ich dann mit den entsprechenden Ausbildungen und Zertifikaten untermauere?

Darüber hinaus denke ich, dass eine Spezialisierung dem allgemeinen Qualitätsmanagement vorzuziehen ist. Welche Bereiche würden Sie hier empfehlen?

Antwort:

Ich möchte Ihre Frage ganz einfach beantworten. Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee ist in das Qualitätsmanagement zu wechseln. Ich kann Ihre Einschätzung nur teilen, dass Unternehmen Spezialisten suchen. Für das Qualitätsmanagement reicht es nicht aus, eine theoretische Ausbildung zu absolvieren. Unternehmen bevorzugen vor allem praktische Erfahrungen und insbesondere Branchenkenntnisse. Qualitätsmanagement bedeutet „optimale Unternehmensorganisation“. Damit Sie einem Unternehmen auch einen wirklichen Nutzen bieten können, reicht es einfach nicht aus, einen Kurs zu absolvieren, sondern man benötigt hier mehrjährige Berufserfahrung. Nur dann können Sie auch einschätzen, ob eine Unternehmensorganisation gut aufgebaut ist und welche Prozesse zu optimieren sind.

Auch eine freiberufliche Tätigkeit im Qualitätsbereich ist schwierig. Es gibt bereits Tausende von Freiberuflern in diesem Bereich, diese tun sich in der Regel auch schwer Aufträge zu erhalten. Unternehmen, die Qualitätsmanagement richtig verstanden haben und auch in der Praxis leben, bevorzugen immer festangestellte Vollzeitmitarbeiter. Ein Qualitätsmanager der nur gelegentlich im Betrieb ist, ist in der Regel nicht sehr sinnvoll. Diese Lösung findet man nur in Unternehmen, die Qualitätsmanagement nicht richtig betreiben, sondern lediglich ein Zertifikat haben möchten. Hier richtet sich dann die Aufgabe des Qualitätsmanagers ausschließlich auf die Erlangung des Zertifikats und nicht auf den Nutzen fürs Unternehmen. Diese Tätigkeit ist langfristig sehr frustrierend.

Ich glaube deshalb nicht, dass Ihr Plan erfolgreich sein wird. Ich rate Ihnen deshalb hiervon ab.

Karriereberatung

Hans Weber

Hans Weber

beantwortet Ihre Fragen zum Thema Karriere und Qualitätsmanagement.


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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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