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23.07.2013 Karriere
Frage & Antwort

Vom Experten zur Führungskraft?

Als Ingenieur in einem Unternehmen der Automobilzulieferindustrie werde ich demnächst zum Qualitätsleiter aufsteigen. Der noch amtierende Qualitätsleiter wechselt innerhalb des Unternehmens. Ich habe mit dem Angebot nicht gerechnet, möchte die Herausforderung aber annehmen. Was muss ich als neue Führungskraft in den ersten hundert Tagen beachten?

Antwort:

Eine Expertenfunktion ist völlig anders zu bewerten als die einer Führungskraft. Auf Sie werden neue, bisher unbekannte Aufgaben zukommen. Ihr Tätigkeitsbereich wird sich grundlegend verändern. Daher sind die berüchtigten ersten hundert Tage für Ihren weiteren Erfolg in dieser Position von essenzieller Bedeutung. Wie Sie in diesem Zeitraum agieren, wird Ihre weitere berufliche Zukunft sowie Ihren Erfolg prägen. Hier entscheidet sich, ob Sie von Ihren Kollegen als neuer Chef akzeptiert werden und inwieweit Sie Einfluss auf den Unternehmenserfolg nehmen können. Besonders schwierig ist die Übernahme einer Führungsfunktion, wenn man aus dem Unternehmen kommt und aus dem Team aufsteigt, das man anschließend leitet. Früher waren Sie alle Kollegen, jetzt sind Sie der Vorgesetzte – das ist für alle Beteiligten eine nicht ganz einfache Situation. Besonders schwierig ist es aber für Sie, da Sie jetzt Ihre ehemaligen Kollegen anleiten und zur Not auch kontrollieren müssen. Dies kann bei Unstimmigkeiten bzw. unterschiedlichen Meinungen schnell zu Unmut führen. In dieser Zeit sind ganz speziell Ihre Führungsqualitäten gefragt.

Führen Sie, aber kehren Sie nicht zu stark den Chef heraus. Dies könnten Ihnen Ihre ehemaligen Kollegen übel nehmen. Wahren Sie eine natürliche Distanz zu Ihren Mitarbeitern, und agieren Sie mit Fingerspitzengefühl. Bei notwendigen Veränderungen sollten Sie mit Bedacht ans Werk gehen. Versuchen Sie nicht, gleich alles auf den Kopf zu stellen und alles auf einmal zu ändern. Verändern Sie nur die Dinge, bei denen es dringend erforderlich ist. Im Gegensatz zu Ihrer ehemaligen Expertenfunktion werden Sie nicht darum herum kommen, Aufgaben zu delegieren. Geben Sie Ihren Mitarbeitern das Gefühl, dass Sie jetzt die Verantwortung tragen und auch Unangenehmes – soweit möglich – von ihnen fern halten. Entwickeln Sie ein Verständnis für die ganzheitlichen Belange des Qualitätsmanagements. Dabei haben Sie definitiv eine Gratwanderung vor sich. Denn in erster Linie werden Sie daran gemessen, wie Sie etwas machen, und nicht daran, was Sie machen. Damit begeben sie sich in einen nicht unerheblichen Spagat zwischen den Erwartungen der Geschäftsleitung und deren Umsetzbarkeit. Je besser Sie die Mischung aus Motivation der Mitarbeiter, Delegation von Aufgaben und Kontrolle schaffen, desto erfolgreicher werden Sie sein. Doch bleiben Sie unbedingt auf dem Boden der Tatsachen, heben Sie nicht ab, und vermeiden Sie es, "karrieregeil" zu werden!

Karriereberatung

Hans Weber

Hans Weber

beantwortet Ihre Fragen zum Thema Karriere und Qualitätsmanagement.


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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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