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26.04.2019 Bewerbung
Frage & Antwort

Muss ich als Qualitäter ein Pre-Employment Screening akzeptieren?

Ich habe mich bei einem Medizintechnikunternehmen als globaler Qualitätsmanager beworben. Das Erstgespräch ist äußerst positiv verlaufen. Bevor man mich allerdings zu einem Zweitgespräch einlädt, hat man mir mitgeteilt, dass man ein Pre-Employment Screening durchführen möchte. Ich habe hierzu eine entsprechende Vereinbarung vorliegen, die ich unterschreiben soll. Für mich stellt sich nun die Frage: Was passiert bei einem Pre-Employment Screening und muss ich dem zustimmen?

Antwort:

In Deutschland ist ein Pre-Employment Screening noch nicht so weit verbreitet wie in anderen europäischen Ländern oder in den USA. Aber auch in Deutschland lassen insbesondere große internationale Konzerne bei Neueinstellungen für die Kandidaten ein Pre-Employment Screening durchführen.

Der Grund hierfür liegt darin, dass nach Schätzungen ca. 30 – 40 % der Lebensläufe von Bewerbern falsche Angaben enthalten oder „geschönt“ sind. Unkorrekte Angaben gibt es häufig in der Dauer der Beschäftigung bei einem Unternehmen, in der Jobbeschreibung, im Verantwortungsumfeld sowie auch bei den Ausbildungen. In Extremfällen wird ein falsches Studium oder auch ein falscher Doktortitel angegeben.

Für Positionen, wo die Kandidaten Zugriff auf sensible Daten und Betriebsgeheimnisse haben, stellt sich für viele Unternehmen deshalb die Frage: Ist ein neuer Mitarbeiter wirklich 100 % vertrauenswürdig, wenn er im Vorfeld bei seiner eigenen Person falsche Angaben macht oder bestimmte Informationen verschweigt?

Die bewusste Falschangabe in einem Lebenslauf ist kein Kavaliersdelikt. Unternehmen greifen deshalb häufiger, auch in Deutschland, auf ein Pre-Employment Screening zurück. Es gibt spezielle Berater/Agenturen, die die Angaben im Lebenslauf durch Einholung von Referenzen, Recherchetätigkeiten im Netz etc. überprüfen. Es gibt klare gesetzliche Vorgaben, die diese Gesellschaften auch einhalten. Informationen, die nicht öffentlich zugänglich sind, dürfen nur gesammelt oder geprüft werden, wenn die entsprechende Person zustimmt. Sie müssen deshalb im Vorfeld diese Vereinbarung unterschreiben.

Selbstverständlich können Sie dies verweigern. Für Ihren neuen Arbeitgeber stellt sich natürlich dann die Frage: Warum ist der Kandidat mit der Überprüfung nicht einverstanden? Es liegt dann der Verdacht nahe, dass Sie falsche Angaben gemacht haben. In der Regel ist dann der Bewerbungsprozess beendet. Wenn Ihre Angaben alle völlig korrekt sind und wenn Sie ein ruhiges Gewissen haben, können Sie dieser Vereinbarung ohne weiteres zustimmen. Ansonsten benötigen Sie ein sehr gutes Argument, warum Sie dies ablehnen.

Karriereberatung

Hans Weber

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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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