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13.01.2016 Qualifikation
Frage & Antwort

Ergibt ein Kommunikationstraining Sinn?

Ich bin als Qualitätsleiter in einem mittelständischen Unternehmen angestellt. Mein Arbeitgeber legt viel Wert darauf, dass wir fachlich immer alle auf dem neuesten Stand sind und schickt uns deshalb regelmäßig zu fachspezifischen Weiterbildungen.

Vor einigen Monaten wurde mir die Verantwortung für ein ganzes Team übertragen. Leider fällt mir die Führung ziemlich schwer. Ich habe manchmal das Gefühl, dass meine Mitarbeiter gar nicht verstehen, was ich von Ihnen will. Umgekehrt weiß ich oft nicht, was sie von mir erwarten.

Nun hat meine Frau in ihrem Unternehmen kürzlich an einem Kommunikationstraining teil genommen. Sie ist ganz begeistert, wie sich die Zusammenarbeit unter den Kollegen verbessert hat und rät mir nun, ebenfalls an einem solchen Seminar teil zu nehmen. Allerdings ist meine Frau in einem ganz anderen Bereich tätig als ich.

Ich frage mich jetzt, ob so etwas für mich im Qualitätswesen sinnvoll sein könnte. Haben Sie hier einen Tipp für mich?

Antwort:

Kommunikationsfähigkeiten zählen zu den so genannten Soft Skills. Im Arbeitsleben versteht man unter Soft Skills die Fähigkeit, das Verhalten und die Einstellungen von Mitarbeitern/Kollegen positiv zu beeinflussen (Stichwort Teamfähigkeit und Motivation). Heute steht die Forderung nach der Berücksichtigung sozialer Merkmale, nach der Erfassung und Förderung der sozialen Intelligenz, auch im Qualitätsbereich verstärkt im Vordergrund.

In diesen Bereich fällt auch die Kommunikationsfähigkeit, laut Definition die "Fähigkeit zur angemessenen Ver- und Entschlüsselung von Botschaften; Erkennen verbaler, paraverbaler und nonverbaler Signale und deren erfolgreichen Einsatz in Kommunikationssituationen".

Die Kommunikationsfähigkeit kann auch im Qualitätswesen als eine der wichtigsten sozialen Kompetenzen bezeichnet werden, denn Kommunikation ist die Basis für eine gelungene Interaktion im Team oder mit Kunden. Um Mitarbeiter zu führen, ist es notwendig, erkennen zu können, was sein Gegenüber möchte, um darauf verständlich reagieren zu können. Das ist im Grunde, was mit der Kompetenz "Kommunikationsfähigkeit" gemeint ist: die Fähigkeit, nutzbringend, effektiv und bewusst zu kommunizieren. Dazu gehört auch die Bereitschaft, gut kommunizieren zu wollen, und zwar nicht nur, indem man sich selbst verständlich mitteilt, sondern auch, indem man zuhört und das Gehörte annimmt.

Der erste Schritt ist die Erkenntnis, dass man empfängerorientiert handeln muss: Die Interaktion soll auf die oder den Gegenüber gerichtet sein und sich seinen Bedürfnissen anpassen, was ein Mindestmaß an Empathie erfordert. Natürlich ist die Art und Weise der Kommunikation situationsabhängig: In einem Teammeeting wird anders kommuniziert als in einem Kundengespräch, mit einem Vorgesetzten anders als mit einem Kollegen.

So gelten auch im Qualitätswesen in jeder Interaktion andere Regeln, die beherrscht werden müssen. Für das Miteinander zwischen Kollegen ist es meist wichtig, dass ein regelmäßiger, vertrauensvoller Informationsaustausch stattfindet, der in vielen Unternehmen auch einen persönlicheren Touch haben darf. Hauptaugenmerk liegt jedoch besonders im Qualitätsbereich auf der präzisen und unmissverständlichen Weitergabe von Informationen.

Die Kommunikationsart wird meist unbewusst ausgewählt: Jede Person hat im Laufe seines Lebens bestimmte soziale Hierarchien erlernt, auf die er die passende Kommunikationsweise abstimmen kann. Automatisch wird die gesamte Beziehungsebene innerhalb der Gesprächsführung bedacht. Jede Führungskraft im Qualitätswesen verfügt über die nötigen Fachkenntnisse, beherrscht die Qualitätsmethoden und -normen.

Als Qualitätsleiter mit Personalverantwortung reicht es aber nicht aus, die Handbücher zu kennen. Sie müssen Ihre Mitarbeiter überzeugen und begeistern. Ich kann Ihrer Frau daher nur zustimmen und Ihnen als Qualitätsleiter absolut empfehlen, ein Kommunikationstraining, wie beispielsweise einen Rhetorikkurs zu absolvieren, um die Gesprächsführung zu optimieren. Hier werden auch nonverbale Signale eingeübt, denn nicht nur mit dem, was gesagt wird, kommuniziert man, sondern auch durch Gesten, Mimik, Körpersprache und Ähnlichem. Ebenso trainiert werden kann aktives Zuhören.

Karriereberatung

Hans Weber

Hans Weber

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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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