nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
03.12.2013 Karriere
Frage & Antwort

Burn-out im Qualitätswesen, kommt dies häufig vor?

Ich bin als Qualitätsingenieur seit Jahren bei einem Unternehmen der Automobilzulieferindustrie angestellt. Jetzt wurde mir angeboten, die Leitung des Qualitätswesens zu übernehmen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass innerhalb des letzten Jahres zwei Qualitätsleiter wegen Burn-out ausgefallen sind und ich mir nun ernsthaft die Frage stelle, ob ich diese Position übernehmen soll. Denn ein solches Schicksal möchte ich mir aufgrund meiner familiären Situation ersparen. Grundsätzlich würde mich interessieren, ob das Thema Burn-out im Qualitätswesen weit verbreitet ist. Artikel über diese Krankheit beziehen sich in der Regel immer auf andere Berufszweige. Wie kann ich im Vorfeld das Risiko minimieren einer solchen "Gefahr" ausgesetzt zu sein? Und wo liegen die Ursachen für solch eine Entwicklung?

Antwort:

Burn-out als Krankheitsbild hat relativ lange gebraucht, um von der Öffentlichkeit wahrgenommen, vor allem aber anerkannt zu werden. Die Betroffenen haben sich in der Vergangenheit in den wenigsten Fällen dazu bekannt und sind daher in eine echte Abwärtsspirale gerutscht. Auch wenn es mittlerweile besser geworden und Burn-out bekannt ist, so wird doch ungern darüber geredet. Viele Betroffene schämen sich oder sehen den Umstand als persönliches Versagen. Für viele Außenstehende ist dieses Krankheitsbild nicht greifbar und macht es somit schwer nachvollziehbar. Aufgrund dessen kann hier auch keine genaue Statistik erstellt werden, wie viele Arbeitnehmer in Deutschland darunter leiden. Fest steht nur, dass die Zahl der Betroffenen in den letzten Jahren rapide angestiegen ist. Aus meiner täglichen Praxis als Personalberater kann ich Ihnen versichern, dass gerade Funktionen im Qualitätsmanagement davon stark betroffen sind. Viele der Qualitätsmanager mit denen ich zu tun haben klagen darüber, dass Sie das Gefühl haben, burn-out-gefährdet zu sein oder bereits davon betroffen waren.

Zudem ist festzustellen, dass besonders Qualitätsmanager, die in der Automobilzulieferindustrie tätig sind, davon ein Lied singen können. In diesem Industriezweig herrscht ein ganz außerordentlicher Druck. Dieser wird in der Regel von Kundenseite aufgebaut und erwischt das Qualitätswesen mit voller Wucht. Reklamationen, Beschwerden, Stresssituationen, ein angespanntes Arbeitsklima, Überstunden, Ärger mit den Kollegen, schlecht organisierte Prozessabläufe, die unweigerlich zu Fehlern führen, sind unter diesen Umständen vorprogrammiert. Das dieser Belastung auf die Dauer keiner standhalten kann, ist da nur menschlich.

Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass durch die Trennung von Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement hier eine Vermeidung solch unschöner Umstände möglich ist. Die derzeitigen Organisationsformen in den Unternehmen müssen sich schnellstmöglich verändern, um Qualitätsleitern ein erfolgreiches Arbeiten gewährleisten zu können. Damit, ob man gut oder schlecht in seinem Job ist, hat ein Burn-out nichts zu tun. Es liegt allein daran, ob man den richtigen Job für sich gefunden hat. Der richtige Job sollte den persönlichen Neigungen und Stärken entsprechen. Hat man einen Arbeitsplatz, an dem man sich wohlfühlt, bei dem man mit Leichtigkeit sein Bestes geben kann, motiviert ist und einem Überstunden nichts anhaben können? Nur dann kann man auch wirklich gut sein und ist zumindest ein wenig vor der Gefahr eines Burn-outs gefeit. Prüfen Sie daher bitte genau, ob sich Ihre persönlichen Stärken mit den Tätigkeiten der Ihnen angebotenen Position decken. Sollten Sie sich nicht zu hundert Prozent sicher sein, dann lassen Sie lieber die Finger von diesem Angebot.

Karriereberatung

Hans Weber

Hans Weber

beantwortet Ihre Fragen zum Thema Karriere und Qualitätsmanagement.


Stellen Sie Herrn Weber Ihre Frage!


Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


Interview mit Hans Weber

Tiefgreifender Wandel für Qualitätsmanager

Die QZ befragte den auf QM spezialisierten Personalberater auf der Fachmesse Control 2016 in Stuttgart, auf der sie gemeinsam mit ihm den Karrieretag veranstaltete.

Zum Video