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04.03.2015 Führung
Frage & Antwort

Ungeliebte Führungsfunktion

Bis vor einem Jahr war ich als Qualitätsexperte bei meinem derzeitigen Arbeitgeber tätig, dann wurde mir die Möglichkeit angeboten die Qualitätsleitung zu übernehmen. Für die letzten zwölf Monate muss ich jedoch ein negatives Resümee ziehen.

Die Tätigkeiten, die bei einer Führungsfunktion anfallen, bereiten mir leider nicht die erhoffte Freude. Meine Aufgaben beinhalten zu ca. 70 Prozent reine Führungsaufgaben. Meine eigentliche Leidenschaft für das Thema Qualitätsplanung, in der ich bis zu meinem Wechsel als Experte tätig war, kann ich derzeit leider nicht mehr ausleben.

Gibt es eine Chance, wieder in eine Expertenfunktion zu wechseln ohne, dass mir dies als Rückschritt oder Versagen als Führungskraft angekreidet wird?

Antwort:

Sie schildern hier das Problem vieler Qualitätsexperten, die früher oder später im Rahmen ihrer beruflichen Laufbahn in eine Führungsfunktion wechseln. Die Führungsaufgabe wird hierbei von den meisten falsch eingeschätzt. Für Tätigkeiten, die eher im Expertenbereich zu finden sind, ist hier in der Regel kein Platz mehr. Denn viele unterschätzen die umfangreichen und zeitaufwendigen Aufgaben die im Rahmen einer Führungsposition auf einen zukommen.

Wie das der Titel auch schon vermuten lässt, handelt es sich bei Führungsfunktionen darum, andere Mitarbeiter erfolgreich zu führen und die bestmögliche Leistung abzurufen. Das dies nicht nur 30 Prozent vom Arbeitsalltag ausmacht, liegt in der Natur der Sache. Ganz im Gegenteil, je größer die Personalverantwortung desto weniger Spielraum für Extraaufgaben. Grundsätzlich sollte man sich bei einem Wechsel darüber im Klaren sein, dass Expertenaufgaben damit an den Nagel gehängt werden.

Eine Führungsaufgabe ist daher am besten mit der eines Trainers zu vergleichen. Es wird nicht mehr selbst gespielt, sondern spielen gelassen. Dies bedeutet aber, dass Mitarbeitergespräche geführt werden müssen, Personalplanung- und Koordination betrieben und an Meetings teilgenommen werden muss. Des Weiteren ist man erster Ansprechpartner für seine Mitarbeiter in allen Belangen, vertritt deren Anliegen gegenüber dem Unternehmen und muss diese nach ihrem Können richtig zu setzen wissen.

Das alle diese (und viele weitere) Aufgaben viel Zeit in Anspruch nehmen wird oft verdrängt. Das Aufgabengebiet verändert sich im Vergleich zu einer Tätigkeit als Qualitätsexperte völlig.

Sollten Sie also feststellen, dass die Aufgaben nichts für Sie sind und Sie lieber wieder als Qualitätsexperten arbeiten möchten, dann haben Sie den Mut dieses offen auszusprechen. Es bringt nichts, wenn Sie sich Jahrelang in einer Führungsposition quälen auf die Sie eigentlich keine Lust haben. Das sorgt nicht nur für Frust bei Ihnen, sondern auch bei Ihren Mitarbeitern. Zudem machen Sie sich persönlich keinen Gefallen. Die Zeit die Sie in dieser ungeliebten Position vertrödeln, könnten Sie wesentlich effektiver z.B. in Weiterbildungen für die Expertenfunktion verbringen.

Zudem ist davon auszugehen, dass durch die zwangsläufig eintretende unmotivierte Arbeitsweise die Qualität der Arbeit zu leiden hat. Früher oder später wird dies auch Ihrem Vorgesetzten auffallen und ungewollt befinden Sie sich vielleicht auf einem Schleudersitz. Ergreifen Sie die Chance den Wechsel zurück in eine Expertenfunktion also rechtzeitig, denn dann wird Ihnen dies niemand negativ ankreiden.

Karriereberatung

Hans Weber

Hans Weber

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Über den Experten

Hans Weber ist Geschäftsführer der Weber Consulting GmbH in München. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auf die Besetzung von Führungspositionen im Qualitätswesen spezialisiert.


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