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14.02.2017 Revision der ISO 9001:2015
Frage & Antwort

Wieviele QM-Beauftragte (QMB) pro Mitarbeiter sollte ein Unternehmen haben?

Wir sind im Dienstleistungssektor tätig und haben 5 Sparten. Es gibt einen QMB für 400 Mitarbeiter. Geplant ist eine Fusion mit einem andere Dienstleister. Außerdem gibt es die Bestrebung der Geschäftsführung, die QM-Stellen aufzustocken.

Antwort:

Die kurze Antwort lautet: Es gibt keine Vorgaben dazu. Die Unternehmensführung muss die notwendigen Ressourcen definieren und zur Verfügung stellen. Ich weiss nicht genau wie sich Ihr Unternehmen aufbaut. Oft ist es so, dass die verschiedenen Sparten organisatorisch getrennt sind. Dann macht es sicherlich Sinn für jede Sparte noch einmal einen QM-B oder QM-Verantwortlichen zu definieren.

Die ausführliche Antwort liefert die ISO 9001:
Kapitel 6.3, Planung von Änderungen

Wenn die Organisation die Notwendigkeit von Änderungen am Qualitätsmanagementsystem bestimmt, müssen die Änderungen auf geplante und systematischen Weise durchgeführt werden (siehe 4.4).

Die Organisation muss dabei Folgendes berücksichtigen:
a) den Zweck der Änderungen und deren mögliche Konsequenzen;
b) die Integrität des Qualitätsmanagementsystems;
c) die Verfügbarkeit von Ressourcen;
d) die Zuweisung oder Neuzuweisung von Verantwortlichkeiten und Befugnissen

Gemäß Kap. 6.3 ist sicherzustellen, dass Änderungen vor ihrer Realisierung unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen strukturiert geplant und umgesetzt werden. Dazu muss:

• die Änderung am QM-System in Art und Umfang bewertet,
• deren Einfluss auf die Organisation sowie deren Auswirkung auf die Konformität der Produkte und Dienstleistungen ermittelt,
• Maßnahmen/Aktivitäten abgeleitet (einschließlich Prüfung und ggf. Neuordnung der Zuständigkeiten),
• Maßnahmen ggf. im Hinblick auf deren Konformität überprüft sowie
• angemessen dokumentiert werden.

Im Ergebnis darf die Leistungsfähigkeit des QM-Systems nicht an Wirksamkeit einbüßen.

Das Thema „Unterstützung“ erweitert die Sichtweise zum Thema „Ressourcen“, dem in der ISO 9001:2008 auch ein eigener Abschnitt gewidmet ist. Ressourcen sind in der ISO 9001:2015 nun ein Teil des Abschnitts „Unterstützung“. Mit dieser Umgestaltung wurden Anforderungen, welche die Menschen in der Organisation betreffen, in eigenen Abschnitten formuliert (Kompetenz, Bewusstsein, Kommunikation). Es sind jedoch weiterhin viele der in der ISO 9001:2008 formulierten Anforderungen – anders zusammengestellt – wieder zu finden.

Zum anderen möchte ich noch auf das Kapitel 5.3 Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse in der Organisation hinweisen. Die oberste Leitung muss sicherstellen, dass die Verantwortlichkeiten und Befugnisse für relevante Rollen innerhalb der gesamten Organisation zugewiesen, bekannt gemacht und verstanden werden. Die oberste Leitung muss die Verantwortlichkeiten und Befugnis zuweisen für:

a) das Sicherstellen, dass das Qualitätsmanagementsystem die Anforderungen dieser Internationalen Norm erfüllt;
b) das Sicherstellen, dass die Prozesse die beabsichtigten Ergebnissen liefern;
c) das Berichten über die Leistung des Qualitätsmanagementsystems und über Verbesserungsmöglichkeiten (siehe 10.1) an die oberste Leitung;
d) das Sicherstellen der Förderung der Kundenorientierung innerhalb der gesamten Organisation;
e) das Sicherstellen, dass die Integrität des Qualitätsmanagementsystems aufrechterhalten bleibt, wenn Änderungen am Qualitätsmanagementsystem geplant und umgesetzt werden.

Mit der neuen ISO 9001:2015 gilt:
• Kein QM-Beauftragter ist mehr explizit notwendig,
• Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse müssen nicht nur bekannt gemacht, sondern auch verstanden werden.

Revision der DIN EN ISO 9001:2015

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Über die Experten

Christof Dahl

Dipl.-Kaufmann Christof Dahl , geb. 1971, arbeitete mehrere Jahre als Prüfungsleiter bei PricewaterhouseCoopers in Madrid. Seit 2003 ist er selbstständiger Unternehmensberater und Trainer für Qualitätsmanagement. Als Trainer ist er auch in der Auditoren-Ausbildung aktiv.


Michael Burghartz-Widmann

Michael Burghartz-Widmann, seit 1987 bei einem süddeutschen Automobilhersteller (seit 2010 in Teilzeit) sowie Unternehmensberater zu Themen wie Automotiv, 5S, KVP, Prozess- und Qualitätsmanagement, ist Trainer der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) und GARP (IHK-Weiterbildung für die Themen Qualitätsmanagement). Er leitet den DGQ-Regionalkreis Stuttgart, ist Mitglied im Vorstand der DGQ und Mitglied in diversen Prüfungsausschüssen.


DIN EN ISO 9001:2015

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