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13.03.2015 Revision der ISO 9001:2015
Frage & Antwort

Erfolgsnachweis von Schulungen und Trainings

Zum Normenkapitel 6.2.2.c: Die Organisation muss die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen beurteilen.

Wie kann das erfolgen? Laut. unserer Geschäftsleitung soll das Schulungs-/Trainingscenter der Firma eine Beurteilung über die Effektivität der Schulung zukommen lassen (falls es keine Abschlusstests o.ä. gegeben hat). In Zukunft sollen nur noch Schulungen bei Veranstaltern stattfinden, die diese Beurteilung ausstellen. Der Anbieter MUSS einen Leistungsnachweis (z.B. in Form eines Tests) anbieten.

Wären Feedback-Bögen auch eine Option, um die Wirksamkeit der Schulung oder des Trainings beurteilen zu können?

Antwort:

Die Norm ISO 9001:2008 verlangt an dieser Stelle nur, die Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen zu beurteilen. Doch Schulungen können viele Facetten haben: Formale Schulungen in einer Akademie, Einarbeitung von Mitarbeitern, Anleitung von Mitarbeitern, Besuch von Messen oder Konferenzen, etc. Die Wirksamkeit muss geprüft werden, um zu sehen ob jetzt noch Handlungsbedarf besteht oder nicht. Eine Beurteilung einer Schulung durch die Teilnehmer könnte auch dazu gehören.

Üblicherweise wird der Vorgesetzte die Weiterbildung beurteilen, also ob der Mitarbeiter nun das notwendige Wissen hat und auch einsetzt. Natürlich können auch Zertifikate und Bescheinigungen herangezogen werden. Man könnte die Schulungen auch im Rahmen des Mitarbeitergesprächs (wenn es das im Unternehmen gibt) bewerten. Somit würde jedes Jahr die Schulungen des vergangenen Jahres bewertet. Dies würde dann in den nächsten Schulungsplan mit aufgenommen, falls noch Handlungsbedarf besteht.

Natürlich kann das auch der Schulungsanbieter im Rahmen von Tests oder Abfragen bestätigen. Dies muss dann eine schriftliche Rückmeldung sein. Aber ist das realistisch? Viele Kurse und Seminare enden nicht mit einer Prüfung. Dann muss im Alltag bewertet werden, ob die Schulung etwas gebracht hat. Da ist der Vorgesetzte gefordert. Das gehört nämlich zu seinen Führungsaufgaben.

Die Teilnehmer könnten auch Feedbackbögen ausfüllen. Diese zeigen, wie eine Schulung empfunden wurde. Meist sagen sie aber nicht darüber aus, ob die Schulung dem Mitarbeiter auch etwas gebracht hat (Wirksamkeit). Das wäre dann eine Selbstbewertung der Mitarbeiter. Ich habe dieses Verfahren schon bei Unternehmen gesehen. Sicherlich kann das Unternehmen die Art der Wirksamkeitsmessung für sich definieren. Eine Selbstbewertung durch die Teilnehmer kann also durchaus erfolgen. Das Unternehmen muss aber für sich klären, ob die Wirksamkeit einer Schulung auf diese Art garantiert ist.

Revision der DIN EN ISO 9001:2015

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Über die Experten

Christof Dahl

Dipl.-Kaufmann Christof Dahl , geb. 1971, arbeitete mehrere Jahre als Prüfungsleiter bei PricewaterhouseCoopers in Madrid. Seit 2003 ist er selbstständiger Unternehmensberater und Trainer für Qualitätsmanagement. Als Trainer ist er auch in der Auditoren-Ausbildung aktiv.


Michael Burghartz-Widmann

Michael Burghartz-Widmann, seit 1987 bei einem süddeutschen Automobilhersteller (seit 2010 in Teilzeit) sowie Unternehmensberater zu Themen wie Automotiv, 5S, KVP, Prozess- und Qualitätsmanagement, ist Trainer der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) und GARP (IHK-Weiterbildung für die Themen Qualitätsmanagement). Er leitet den DGQ-Regionalkreis Stuttgart, ist Mitglied im Vorstand der DGQ und Mitglied in diversen Prüfungsausschüssen.


DIN EN ISO 9001:2015

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