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18.08.2016 Revision der ISO 9001:2015
Frage & Antwort

4.2 Erfordernisse und Erwartungen interessierter Parteien (Stakeholder)

Welche Gründe kann es für ein Unternehmen geben, eine interessierte Partei als nicht relevant einzustufen? Wo zieht man die Grenze?

Antwort:

Das muss jedes Unternehmen individuell entscheiden. Im Fokus sind die Auswirkung auf die Qualität der Produkte/Dienstleistungen, Auswirkungen auf die Strategie des Unternehmens, Auswirkung auf die Gesetze, die für das Unternehmen gelten. Man sollte das schlüssig begründen können. Weitere Vorgaben gibt es nicht.

Zum besseren Verständnis: Die Revision der Norm ISO 9001:2015 ersetzt den Begriff "Kunden" durch "interessierte Parteien", welche als Anspruchsgruppen (Stakeholder) zu verstehen sind. Und diese können Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Gefordert wird die Berücksichtigung der Interessen aller Stakeholder in Bezug auf die Lieferung von Produkten und Dienstleistungen, Kundenanforderungen, geltenden gesetzlichen und behördlichen Anforderungen oder dem Ziel die Kundenzufriedenheit zu verbessern. Welche Interessen das im Einzelnen sind, kann letztendlich nur das Unternehmen selber bestimmen.

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Über die Experten

Christof Dahl

Dipl.-Kaufmann Christof Dahl , geb. 1971, arbeitete mehrere Jahre als Prüfungsleiter bei PricewaterhouseCoopers in Madrid. Seit 2003 ist er selbstständiger Unternehmensberater und Trainer für Qualitätsmanagement. Als Trainer ist er auch in der Auditoren-Ausbildung aktiv.


Michael Burghartz-Widmann

Michael Burghartz-Widmann, seit 1987 bei einem süddeutschen Automobilhersteller (seit 2010 in Teilzeit) sowie Unternehmensberater zu Themen wie Automotiv, 5S, KVP, Prozess- und Qualitätsmanagement, ist Trainer der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) und GARP (IHK-Weiterbildung für die Themen Qualitätsmanagement). Er leitet den DGQ-Regionalkreis Stuttgart, ist Mitglied im Vorstand der DGQ und Mitglied in diversen Prüfungsausschüssen.


DIN EN ISO 9001:2015

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