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03.04.2017 Revision der ISO 9001:2015
Frage & Antwort

DAkkS-Logo auf Kalibrierzertifikate für IATF 16949 ?

Wir hatten eine Fortbildung zum Automotive-Standard ISO/TS 16949 bzw. IATF 16949, bei dem es u.a. um Kalibrierzertifikate ging. Der Schulungsleiter meinte, dass Kalibrierzertifikate nur von DAkkS Laboren ausgestellt werden dürfen. Kalibrierzertifikate, die lediglich ein Werkzertifikat des überprüfenden Instituts sind, würden für die IATF 16949 nicht ausreichen. Als zusätzlichen Hinweis gab er an, dass sonst keine Haftung für Fehler mit eingeschlossen wäre. Meine Frage ist nun: Benötigt man ein DAkkS-Zertifikat für Messsysteme nach IATF 16949 nur, wenn man auch die Haftung mit abgedeckt haben möchte? Oder ist ein DAkkS-Zertifikat für Messsysteme gemäß IATF 16949 obligatorisch vorgeschrieben?

Antwort:

Die genaue Forderung der IATF 16949 in „7.1.5.3.2 Externe Labore“ lautet: Das Prüflabor muss entweder nach ISO/IEC 17025 oder einer vergleichbaren nationalen Norm akkreditiert sein – wobei die betreffende Prüfung, Messung oder Kalibrier-Dienstleistung in den Umfang der Akkreditierung (des Zertifikats) eingeschlossen sein
muss. Kalibrierzertifikat oder Prüfbericht müssen ein Akkreditierungszeichen (ein Siegel) der nationalen
Akkreditierungsgesellschaft tragen oder es muss nachgewiesen werden, dass das externe Prüflabor den Anforderungen des Kunden genügt.

D.h. wenn nicht vom Kunden freigegeben, müssen Kalibrierzertifikat oder Prüfbericht ein Dakks-Siegel haben. Solche Zertifikate sind in der Regel etwas teurer – aber nur, weil der Dokumentationsaufwand etwas höher ist.
Das eigentliche Prozedere unterscheidet sich kaum bzw. gar nicht. Einen Zusammenhang zu irgendwelchen
Haftungsfragen kann aus den Forderungen der IATF 16949 nicht herauslesen werden.

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Über die Experten

Christof Dahl

Dipl.-Kaufmann Christof Dahl , geb. 1971, arbeitete mehrere Jahre als Prüfungsleiter bei PricewaterhouseCoopers in Madrid. Seit 2003 ist er selbstständiger Unternehmensberater und Trainer für Qualitätsmanagement. Als Trainer ist er auch in der Auditoren-Ausbildung aktiv.


Michael Burghartz-Widmann

Michael Burghartz-Widmann, seit 1987 bei einem süddeutschen Automobilhersteller (seit 2010 in Teilzeit) sowie Unternehmensberater zu Themen wie Automotiv, 5S, KVP, Prozess- und Qualitätsmanagement, ist Trainer der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) und GARP (IHK-Weiterbildung für die Themen Qualitätsmanagement). Er leitet den DGQ-Regionalkreis Stuttgart, ist Mitglied im Vorstand der DGQ und Mitglied in diversen Prüfungsausschüssen.


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