nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
14.04.2020 IATF 16949
Frage & Antwort

Wann Ist eine MSA (Nachweis der Prüfprozesseignung) notwendig?

In der SMT-Fertigung (Leiterplatten) mit einer 3D-AOI-Prüfung wird laut IATF eine MSA gefordert.

Ist das richtig?

Antwort:

Bei der Automatischen optischen Inspektion (AOI) handelt es sich um eine Kontrolle, die typischerweise in der Produktion nach dem Bestücken und Verlöten von Leiterplatten durchgeführt wird. Es handelt sich also um eine Prüfung, die zur Absicherung/Lenkung des Produktionsprozesses eingesetzt wird.

In Abschnitt 7.1.5.1.1 der IATF 16949 ist klar geregelt, dass für alle im Produktionslenkungsplan (PLP) festgelegten Arten von Prüfungen, Messungen und für alle darin aufgeführten Prüf- und Messsysteme die Prüfprozesseignung nachgewiesen werden muss. Es ist also nicht die Frage, um was für eine Prüfung/welches Prüfsystem es sich handelt, sondern ob die Prüfung im PLP aufgeführt ist. Da ich davon ausgehe, dass die AOI-Prüfung in den entsprechenden PLPs aufgeführt ist, muss die Prüfprozesseignung nachgewiesen werden. Liegt diese nicht vor, ist eine Nebenabweichung berechtigt.

Im konkreten Fall könnten Sie den geforderten Nachweis m.E. dadurch erbringen, dass Sie eine speziell präparierte (fehlerhafte) Leiterplatte als „Referenzteil“ (gem. 10.2.4) wiederholt durch die AOI-Prüfung schleusen. Das System muss bei jedem Durchlauf immer dasselbe Ergebnis liefern. Tut es das, ist die MSA (Prüfprozesseignung, Funktionssicherheit) für die attributive/qualitative Prüfung nachgewiesen. (Siehe hierzu auch VDA Band 5, bzw. Referenzhandbuch MSA.) Gem. 10.2.4 muss ohnehin eine regelmäßige Funktionsüberprüfung der Vorrichtungen und Einrichtungen zur Vermeidung von Fehlern und simulierten Fehlern durchgeführt werden. Hierzu müssen Aufzeichnungen geführt und aufbewahrt werden.

Eine MFU (Maschinenfähigkeitsuntersuchung) hat vom Ansatz her eine ganz andere Intention als die geforderte MSA (Nachweis der Prüfprozesseignung) und kann daher als Alternative zu einer MSA nicht akzeptiert werden. Sofern das AOI-System aufgrund einer Reklamation umprogrammiert wurde, muss dessen Funktionssicherheit und Eignung erneut nachgewiesen werden – was aber m.E. auch logisch, sinnvoll und zweckdienlich ist.

IATF 16949

Unser Experte beantwortet Ihre Fragen zum Automobilstandard IATF 16949


Stellen Sie unserem Experten Ihre Frage!


Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.