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06.11.2020 IATF 16949
Frage & Antwort

VDA 2 - Risikobewertung

Muss jede Risikobewertung im PPF-Verfahren mit dem Kunden abgestimmt werden?

Was ist mit Risikobewertungen in der Lieferkette? Müssen alle Risikobewertungen der Lieferanten und deren Unterlieferanten von der Organisation mit dem Kunden abgestimmt werden ?

Und wie wird die Risikobewertung dargestellt bzw. dokumentiert?

Antwort:

Für den Fall, dass im Zuge des internen PPF-Verfahrens seitens Organisation festgestellt wird, dass eine oder mehrere Forderungen des Kunden an das Produkt oder den Prozess nicht erfüllt werden, kann die Organisation den Kunden bitten, diese Abweichungen von Zeichnung oder Spezifikation für eine bestimmte Stückzahl, einen festgelegten Zeitraum oder dauerhaft freizugeben.

Um hierbei eine fundierte Entscheidung treffen zu können, muss die Organisation zunächst eine eigene Risikobewertung durchführen, welche im besten Fall im Rahmen des PPF-Verfahrens vom Kunden mitgetragen wird, was im Idealfall zu einer Serienlieferfreigabe führt. Ggf. ist die Umsetzung weiterer Maßnahmen erforderlich.

Alle Ihre Fragen sind also mit „Ja“ zu beantworten.

Die Risikobewertung muss analog zu einer Risikoanalyse gemäß IATF 16949 erfolgen; inklusiv einer Bewertung der Auswirkungen durch die Organisation und den Kunden. Hierzu gehören nach Abschnitt 8.3.2.1 der IATF 16949 die Erstellung und Überprüfung produktbezogener Risikoanalysen in der Entwicklung (D-FMEAs), einschließlich der Maßnahmen zur Reduzierung der potenziellen Risiken sowie ggf. die Erstellung und Überprüfung produktionsprozessbezogener Risikoanalysen (z. B. P-FMEAs, Prozessabläufe, Produktionslenkungspläne und Arbeitsanweisungen).

Gemäß Abschnitt 6.1.2.1 müssen in die Risikoanalysen zumindest die gewonnenen Erkenntnisse (engl.: lessons learned) aus Rückrufaktionen, Produktaudits, Feldbeanstandungen und Reparaturen, Reklamationen, Ausschuss und Nacharbeit einbezogen werden. Praktisch wird also eine Behandlung und Dokumentation der Abweichung(en) in den FMEAs und ggf. „Folgedokumenten“ (s.o.) erwartet.

Weitere Hinweise zur Durchführung von Risikoanalysen finden sich auch im VDA Band 4, der kürzlich überarbeitet wurde.

IATF 16949

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Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.