nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
14.05.2018 IATF 16949
Frage & Antwort

Nacharbeit

Wir sind in der Audit-Vorbereitung und kämpfen um den Begriff "Nacharbeit". Wir sind der Meinung, dass das wiederholte Durchführen eines Arbeitsgangs, sofern eine FMEA vorhanden ist und alle Prüf- und Prozessparameter eingehalten werden, nicht die Freigabe des Kunden erfordert.

Kurz zur Erklärung: Wir stellen Kunstleder her und es kommt vor, dass das Material nachgeprägt wird, d.h. ein zweites Mal über die Prägemaschine gefahren wird (Thermoplastische Verformung). Unsere QM-Abteilung möchte am liebsten den Begriff "Nacharbeit" aus dem Prozess verbannen, da sie die Norm so interpretiert, dass jegliche Nacharbeit die Freigabe des Kunden im Vorfeld erfordert.

Mit Freude habe ich Ihren Kommentar gelesen zu:
8.7.1.4 Lenkung nachgearbeiteter Produkte

Wurde einfach Nacharbeit und Reparatur verwechselt?

Antwort:

Der wesentliche Punkt für Sie ist, dass die Sanktionierte Interpretation (SI) Nr. 9, die Sie auf der Homepage der IATF finden, und die für Ihren Zertifizierer verbindlicher Maßstab im Audit sein muss, klarstellt, dass nur im Fall von Reparaturen eine Freigabe des Kunden eingeholt werden muss.

Im von Ihnen zitierten Abschnitt 8.7.1.4 müssen Sie auch nur dann eine Freigabe des Kunden einholen, „wenn vom Kunden gefordert“. Vorstellbar wäre so etwas, wenn Sie gravierend in das Produkt eingreifen, z.B. beim Schweißen eines Kurbelgehäuses wegen Porösitäten im Guss. Aber so etwas grenzt dann auch schon wieder an eine Reparatur. Sie haben womöglich recht, hier hätte sich die IATF wohl auch ändern sollen. Wie auch immer, die SI 9 toppt alle diesbezüglichen Forderungen der IATF 16949.

Den Vorschlag Ihrer Kollegen, dass Sie bei nicht für jedes Teil notwendigen „Nacharbeiten“ wie Entgraten oder das von Ihnen erwähnte Nachprägen thermoplastischen Materials, diese notwendigen Produktionsschritte direkt in den Arbeitsplan aufnehmen, halte ich ebenfalls für einen gangbaren Weg. Arbeitsplan und PLP werden seitens des Kunden im Rahmen des PPF-Verfahrens mit freigegeben. Eine zusätzliche Freigabe dieser „Nacharbeiten“ muss dann gar nicht mehr diskutiert werden, weil das Nachprägen dann ein geplanter Produktionsschritt ist.

IATF 16949

Unser Experte beantwortet Ihre Fragen zum Automobilstandard IATF 16949


Stellen Sie unserem Experten Ihre Frage!


Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.