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09.04.2019 IATF 16949
Frage & Antwort

Kapitel 8.5.6.1.1 - Was gehört zur Produktionsprozesslenkung?

"Die Organisation muss eine Liste der Produktionsprozesslenkungsmaßnahmen – einschließlich der Prüf- und Messmittel – erstellen, dokumentieren und pflegen."

Aus diesem Satz geht nicht hervor, was die AIAG unter "Lenkungsmaßnahmen" versteht. Da hier explizit Prüf- und Messmittel eingeschlossen werden, muss es sich um mehr als das handeln.

Aber was umfasst es genau:
1. Sind damit auch Lehren, Poka-Yoke Vorrichtungen, Automatische 100 %-Prüfsysteme gemeint?
2. Oder sind damit "alle" Dinge in der Fertigung gemeint, inklusive z.B. Fertigungsanlagen (CNC-Fräser, Bohrmaschine, Schleifanlage, etc)?

Antwort:

Bei Produktionsprozesslenkungsmaßnahmen handelt es sich um Maßnahmen, die Sie in der Produktion installiert haben, um sicherzustellen, dass am Ende gute Teile in der geforderten Stückzahl, zum richtigen Zeitpunkt an den Kunden geliefert werden.

In erster Linie geht es um die besonderen Merkmale am Teil, die entweder vom Kunden über Zeichnung und Spezifikation vorgegeben wurden, oder um Prozessparameter, die im Rahmen der Erstellung der Prozess-FMEA festgelegt wurden, weil sie einen Einfluss auf Form, Fit, Function und Performance der produzierten Teile haben.

Somit handelt es sich um alle Inprozess-Prüfungen, die in der laufenden Serie durchzuführen sind, um die Qualität der gefertigten Teile abzusichern.

Lenken heißt, dass wenn bei der Prüfung N.i.O. festgestellt wird, seitens der Fertigung korrigierend eingegriffen werden muss, weshalb der Produktionslenkungsplan einen Reaktionsplan enthalten muss.

In der Spalte Prüfmittel werden die für die jeweilige Lenkungsmaßnahme zu verwendenden Prüfmittel vorgegeben. Damit sind in der Regel Lehren, Poka-Yoke Vorrichtungen, automatische 100 %-Prüfsysteme usw. gemeint In der Spalte Methode die anzuwendende Lenkungsmethode, z.B. Sichtprüfung, Fehlersammelkarte oder SPC-Regelkarte.

Der Produktionslenkungsplan (PLP) ist also diese Liste und er entsteht - wie oben erwähnt - zu einem großen Teil aus der Prozess-FMEA. Dies bedeutet aber nicht per se, dass im PLP "alle" Dinge in der Fertigung aufgeführt werden müssen, inklusive z.B. Fertigungsanlagen (CNC-Fräser, Bohrmaschine, Schleifanlage, etc).

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Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.