nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
30.10.2019 IATF 16949
Frage & Antwort

Informationspflicht bei Neuwerkzeugen

Einer unserer Lieferanten hat ein einfaches Werkzeug versehentlich kaputt gemacht und uns dies auch mitgeteilt. Er wird ein neues Werkzeug gemäß dem alten produzieren.

Müssen wir unserem Kunden gemäß IATF 16949 mitteilen, dass ein neues Werkzeug eingesetzt wird? Oder müssen wir dies lediglich dokumentieren?

Hierzu finde ich nämlich nichts konkretes im Regelwerk.

Antwort:

Im Abschnitt 8.3.4.4 der IATF 16949 wird gefordert, dass die Organisation einen Produktions- und Produktfreigabeprozess in Übereinstimmung mit den Kundenanforderungen einführen, umsetzen und aufrechterhalten muss. Die deutschsprachigen OEMs fordern diesbezüglich ein PPF-Verfahren nach VDA 2.

Im VDA-Band 2 gibt es die sogenannte Auslösematrix, die die Lieferanten bezüglich Ihrer Fragestellung unterstützen soll. Meines Erachtens muss der Einsatz eines neuen Werkzeugs dem Kunden angezeigt werden und er muss im Rahmen einer Änderungsbemusterung eine erneute Serienlieferfreigabe geben.

Bedenken Sie aber bitte auch die Forderung im 2. Absatz des Abschnittes 8.3.4.4: Gemäß ISO 9001:2015, Abschnitt 8.4.3, muss die Organisation Produkte und Dienstleistungen von externen Anbietern selbst freigeben, bevor sie ihr Teil dem Kunden zur Freigabe vorlegt. D.h.: Ihr Lieferant muss zunächst eine Änderungsbemusterung an Sie einreichen.

Als Lieferant haben Sie gemäß VDA 2 das Recht auf ein sogenanntes Bemusterungsabstimmungsgespräch mit Ihrem Kunden, in dem Ihre konkrete Situation bilateral geklärt werden sollte. Die von mir geschilderte Einschätzung der Situation ist im konkreten Kunden-/Lieferantenverhältnis nicht relevant.

IATF 16949

Unser Experte beantwortet Ihre Fragen zum Automobilstandard IATF 16949


Stellen Sie unserem Experten Ihre Frage!


Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.