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12.05.2020 IATF 16949
Frage & Antwort

Fertigung und Produktion

Wir diskutieren über die Begrifflichkeiten Fertigung und Produktion, beide werden wild durcheinander verwendet.
Macht es Sinn, diese zu trennen?

Meines Wissen bezieht sich Fertigung mehr auf Rohmaterial, dagegen die Produktion mehr auf den Kunden.
In unserem Fall würde ich beim Lieferanten der Drehteile ein Fertigungsmanagement sehen, bei unserer Montage der Baugruppen eher ein Produktionsmanagement.

Antwort:

Laut Abschnitt 3.1 der IATF 16949 handelt es sich bei einer Produktion um den Prozess für die:
- Herstellung von Produktionsmaterialien,
- Herstellung von Serien- oder Ersatzteilen,
- Montage oder
- Wärmebehandlung, Schweißarbeiten, Lackierung, Beschichtung oder andere Oberflächenbehandlung.

„Produktion“ ist also ein übergeordneter Sammelbegriff für herstellende Tätigkeiten. „Produktion“ ist der Bereich einer Organisation, der mit der Herstellung/Fertigung beschäftigt ist, bzw. in dem die Produktionsprozesse ablaufen. Das Ergebnis der Produktion ist ein „Produkt“, welches ich an einen Kunden verkaufen kann. Dies ist sowohl organisatorisch, als auch physisch so zu verstehen. Umgangssprachlich wird die Abteilung, die die Produkte herstellt, oder die Halle, in der die Produkte hergestellt werden, auch als „die Fertigung“ bezeichnet, was eigentlich nicht korrekt ist; richtig wäre „die Produktion“.

Fertigung ist die eigentliche industrielle oder handwerkliche Herstellung von Produkten oder Teilen (Zwischenprodukten); die aktive Tätigkeit oder auch die Art und Weise, wie etwas hergestellt, bzw. gefertigt wird.
Laut VDA Band 6.4 ist Produktion definiert als „Herstellung von Produkten in den Stufen Fertigung und/oder Montage“.
Vielleicht hilft es auch, zum besseren Verständnis den Begriff „Fertigen“ zu verwenden.
Beispiele: „Diese Teile wurden manuell gefertigt.“ „Die Löcher werden von Hand gebohrt.“ (Manuelle Fertigung) „Die Lackierung wird vollautomatisch aufgebracht.“ (Automatisierte Fertigung) oder „Wir gehen einmal runter in die Produktion und schauen uns an, wie die Teile nun genau gefertigt/hergestellt werden.“

Es mag sein, dass diese feine Differenzierung in der IATF 16949 nicht immer ganz trennscharf berücksichtigt wurde. Im Großen und Ganzen werden die Begriffe aber schon richtig verwendet. So gibt es in der IATF 16949 beispielsweise „Produktionsstandorte“ oder einen übergeordneten „Produktionslenkungsplan“, der eine Übersicht über alle „Produktionsprozessschritte“ und insbesondere deren Lenkungsmaßnahmen in der Produktion bei der Herstellung/Fertigung der Teile bietet und andererseits im Detail festgelegte „fertigungsbegleitende Qualitätsprüfungen“ zur Überwachung der einzelnen Produktionsprozessschritte oder auf den Produktionsprozessschritt bezogene „Fertigungslose“, „Fertigungseinrichtungen“ und „Fertigungstechnologien“.

IATF 16949

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Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.