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10.11.2020 IATF 16949
Frage & Antwort

Elemente des Produktionslenkungsplans (PLP)

Derzeit suche ich nach einer genauen Definition, was in einem PLP enthalten sein sollte.

Das konkrete Problem:
In unseren derzeitigen PLPs sind alle Checks bzw. Prüfungen aufgeführt, die während des Fertigungsprozesses anfallen. So ist z. B. das Nachzählen der Mahlkugeln nach einem Mahl- und Siebprozess aufgeführt. Das ist für mich aber kein Element, das in einen PLP gehört.
Oder das Überprüfen der Settings eines Sinterofens. Für einige Kollegen ist das ja ein Check bzw. eine Prüfung, also nehmen die das in den PLP auf. Für mich ist das aber keine Messung, die das herzustellende Produkt beeinflusst bzw charakterisiert.

Was ist Ihrer Meinung nach richtig?

Antwort:

Der Produktionslenkungsplan (PLP) ist eine Aufstellung aller Maßnahmen, die in der Serienproduktion einerseits zur direkten Lenkung der Qualität der Produkte (Prüfungen am Produkt), andererseits zur Überwachung der Produktionsprozesse (Prozessparameter) angewandt werden. Unter Lenkung wird dabei der geschlossene Regelkreis (PDCA) verstanden; d.h. für alle Lenkungsmaßnahmen müssen Sollvorgaben (P), Prüfungen (C) und ggf. korrigierendes Eingreifen (A) definiert sein. Letzteres wird im PLP als „Reaktionsplan“ bezeichnet.

Den PLP haben wir ursprünglich unseren amerikanischen Kollegen zu verdanken, denn er ist ein – wenn nicht DAS - Ergebnis des APQP. Laut Chapter 6 des APQP ist es erklärtes Ziel des PLP sicherzustellen, dass die produzierten Produkte die Erwartungen des Kunden erfüllen. Dies soll dadurch erreicht werden, dass im Hinblick auf Entwicklung, Auswahl und Implementierung der (im PLP festgelegten) Lenkungsmaßnahmen ein Mehrwert für den Kunden erzeugt wird. Es wird hier auch klargestellt, dass der PLP nicht dazu dient, konkrete Arbeitsanweisungen zu ersetzen.

Letztendlich beinhaltet der PLP also alle notwendigen Aktivitäten oder Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die Produktionsprozesse in einem beherrschten Zustand (under control) sind und bleiben. Hierzu zählen neben der eigentlichen Produktion auch der Wareneingang, Prüfungen am Fertigteil (EOL) oder periodische Prüfungen wie die Requalifizierung oder ein Produktaudit. Der PLP beinhaltet also alle Maßnahmen zur Überwachung der Produktionsprozesse (Monitoring) und alle Lenkungsmaßnahmen am Produkt (Prüfungen), um letztendlich die Qualität (Übereinstimmung mit der Spezifikation) der relevanten Produktmerkmale sicherzustellen - was dann zu zufriedenen Kunden führt.

Schauen Sie sich ergänzend auch noch einmal diesen Beitrag an: Besondere Merkmale

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Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.