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24.04.2019 IATF 16949
Frage & Antwort

Ausschluss des Kapitels 8.3. Produktentwicklung

Wir haben in unserem System das Kapitel 8.3. Produktentwicklung ausgeschlossen, da wir vom Kunden die Zeichnung erhalten und nach Kundenvorgabe fertigen.

Jetzt stellt sich die Frage inwieweit wir aber eine Entwicklungsplanung nach 8.3.2.1, sprich APQP/VDA-RGA durchführen müssen? Gilt dieses Kapitel nur für Produktentwicklung oder auch für die Prozessentwicklung.

Zudem bekommen wir täglich 30-40 Anfragen und können das Projektmanagement keineswegs abbilden. Welche Möglichkeiten gibt es hier?

Antwort:

Gemäß Abschnitt 4.3.1 der IATF 16949 bezieht sich der einzig zulässige Ausschluss gemäß Abschnitt 8.3 der ISO 9001:2015 auf die Anforderungen an die Produktentwicklung. Zulässige Ausschlüsse beziehen sich explizit nicht auf die Entwicklung des Produktionsprozesses. Alle Forderungen des Abschnitts 8.3, die die Produktionsprozessentwicklung betreffen, sind also vollständig gültig.

Zu einer Reifegradabsicherung des Produktionsprozesses gehören beispielsweise, die Erstellung einer Prozess-FMEA, die Erstellung eines Produktionslenkungsplans - aber auch eine Vorserienproduktion mit Leistungstests bezüglich der geforderten Stückzahl oder im Hinblick auf den geplanten Produktionshochlauf.

Es ist sehr sinnvoll diese Schritte rechtzeitig vor Produktionsstart einzuplanen und durchzuführen, um den SOP nicht zu gefährden. Die Organisation muss daher gemäß Abschnitt 8.3.1 der ISO 9001 einen Entwicklungsprozess erarbeiten, umsetzen und aufrechterhalten, der dafür geeignet ist, die anschließende Produktion sicherzustellen.

Zusammenfassend:
Ja, APQP/RGA muss gemäß Abschnitt 8.3.2.1 der IATF 16949 grundsätzlich auch in Ihrem Fall gemäß Kundenforderung angewandt werden.
Wenn Sie das erforderliche Projektmanagement nicht abbilden können, gefährden Sie aus Sicht der IATF u.U. den SOP des Fahrzeugs oder riskieren später in der Serie aus den o.g. Gründen einen Bandstillstand im Endmontagewerk weil Sie ggf. nicht lieferfähig sind.

IATF 16949

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Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.