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18.12.2019 IATF 16949
Frage & Antwort

8.7.1.7 Weitere Verwendung fehlerhafter Produkte

Was ist zu tun, wenn eine Gitterbox 2000 Teile enthält und diese unbrauchbar gemacht werden sollen?

Die Teile sind aus Aluminium. Reicht es diese Teile als Ausschuss zu kennzeichnen und schmelzen zu lassen? Oder muss anders verfahren werden (was für uns höhere Kosten bedeutet)?

Antwort:

Zunächst verweise ich auf diesen Forum-Beitrag .

Es ist völlig in Ordnung, wenn Sie fehlerhafte Teile in der Produktion zunächst in einer mit „Ausschuss“ gekennzeichneten Gitterbox sammeln, bis diese voll ist. Die IATF 16949 sieht ein berechtigtes Risiko darin, wenn diese Gitterbox anschließend in einen Schrott-Container entleert wird und die fehlerhaften Teile nun für einen gewissen Zeitraum unbeaufsichtigt und womöglich auch nicht mehr als „fehlerhaft“ gekennzeichnet in einem offen zugänglichen Bereich zwischengelagert werden. Die fehlerhaften Teile könnten in dieser Phase der Lagerung aus dem Schrott-Container entnommen und beispielsweise über Internet-Auktionsplattformen in die Hände unbedarfter Endverbraucher geraten. Dies stellt für die betroffenen Endverbraucher ein Sicherheits- und für die Automobilindustrie ein Haftungsrisiko dar, weshalb die Teile vor der unbeaufsichtigten Lagerung im Schrott-Container unbrauchbar gemacht werden sollen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, werden die in der Produktion in einer Gitterbox gesammelten Ausschussteile in Ihrem Fall nicht unbeaufsichtigt in Schrott-Containern zwischengelagert, sondern werden vielmehr direkt wieder eingeschmolzen, sobald die Gitterbox voll ist. Dann bestehen die oben beschriebenen Risiken nicht und Sie brauchen die Teile vor dem Einschmelzen auch nicht unbrauchbar machen. In Ihrem Fall sind das „Unbrauchbar machen“ und das „Verschrotten“ ein und dasselbe.

Es wäre auch zulässig, das Unbrauchbarmachen oder Verschrotten fehlerhafter Teile an einen externen Dienstleister zu vergeben. Wenn ein externer Dienstleister eingesetzt wird, muss die Organisation diesen freigeben und regelmäßig überprüfen, wie der Dienstleister das Produkt unbrauchbar macht, bzw. verschrottet. Grundsätzlich sollte nachgewiesen werden können, dass die zu verschrottenden Mengen (z.B. über deren Gewicht) mit den tatsächlich eingeschmolzenen Mengen übereinstimmen (im Sinne eines Verschrottungsnachweises).

Ihre Frage wird grundsätzlich auch in FAQ 11 der IATF beantwortet.

IATF 16949

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Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.