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23.03.2018 IATF 16949
Frage & Antwort

8.5.6.1.1 Zeitlich begrenzte Änderungen

"Die Organisation muss eine Liste der Produktionsprozesslenkungsmaßnahmen – einschließlich der Prüf- und Messmittel – erstellen, dokumentieren und pflegen, die sowohl die ursprünglich geplanten Methoden zur Prozesslenkung enthält als auch die freigegebenen Backup- oder Alternativmethoden."

Aus dieser Formulierung ist nicht eindeutig zu erkennen:
- ob es hier um einen alternativen Produktionslenkungsplan (PLP) geht, der bei einer anstehenden zeitlich begrenzten Änderung erstellt werden muss, oder
- ob die Normforderung bedeutet, dass bereits bei der Erstellung eines PLP gleich ein zweiter PLP mit Backup und Alternativmethoden zu erstellen ist.

Antwort:

Grundsätzlich versucht die IATF 16949 mit Ihren Forderungen sicherzustellen, dass es aufgrund von Risiken bei Lieferanten niemals zu Problemen im Endmontagewerk kommt (fehlerhafte Teile, zu geringe Stückzahl, zu später Lieferzeitpunkt). Aus diesem Grundansatz ergibt sich die Antwort zu Ihrer Frage: Sie müssen auf alles vorbereitet sein!

Wenn also ein bestimmtes Messmittel für eine bestimmte, im PLP aufgeführte Lenkungsmaßnahme einmal nicht zur Verfügung stehen sollte, muss geregelt sein, wie das Merkmal in dieser Situation gelenkt wird. Es kann nicht sein, dass Sie die betreffenden Teile einfach mal ohne die Überwachung des betreffenden Merkmals an den OEM senden, denn er will keine Probleme am Montageband. Also ja - immer wenn Sie in der Spalte der zu verwendenden Messmittel im PLP nur ein eindeutiges Messmittel anziehen, muss vorsorglich eine Alternative festgelegt sein - nicht erst wenn das Problem da ist.

Sie können auf einen Backup-PLP verzichten, wenn Sie in der erwähnten Spalte zukünftig gleich die Alternative mit angeben oder eine Messmittelgruppe anziehen, statt eines bestimmten (nur einmal vorhandenen) Messmittels. Dass Sie dies vorsorglich tun müssen, ergibt sich auch aus dem Wort "pflegen", also immer auf dem Laufenden halten.

IATF 16949

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Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.