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13.07.2018 IATF 16949
Frage & Antwort

8.5.1.1 Produktionslenkungsplan (PLP)

Was versteht die IATF unter Reaktionsplan? Bisher haben bei uns immer zwei verschiedene VAs "Lenkung fehlerhafter Produkte" und "Warenanlieferung" unter Reaktionsplan gestanden, reicht dies noch aus? Ich kann nachvollziehen, dass es bei bestimmten Prozessen eigene differenzierte Reaktionspläne gibt, aber für die meisten Prozesse sollte dies doch ausreichen, oder?

Antwort:

Diese Forderung ist nicht neu, sie stand bereits in der ISO/TS 16949! Eine Intention des PLP ist es, dem Werker an der Maschine klar zu machen, was er zu tun hat. Daher gibt der PLP einerseits vor, wie ein bestimmtes Merkmal zu lenken ist (Messmittel, Lenkungsmethode, Häufigkeit, Umfang usw.), andererseits aber auch, was der Werker tun soll, wenn die angewandte Lenkungsmethode (z.B. beim Überschreiten einer Eingriffsgrenze einer Shewhart-Regelkarte) zum Eingriff in den Prozess auffordert. Hier kommen dann die zur Diskussion stehenden Angaben in der Spalte "Reaktionsplan" zum Tragen.

Diese Vorgaben, wie der Werker auf die festgestellte Situation zu reagieren hat, sind sehr Prozess-spezifisch und müssen von der Organisation selbst festgelegt werden. Sie finden sich daher nicht als allgemeingültige Vorgabe in der IATF 16949. Die Reaktionen können von "Parameter xy um +2 Grad verstellen", über "Maschineneinrichter verständigen" bis zum Verweis auf umfangreichere Anweisungen zur "Lenkung fehlerhafter Produkte" oder Ähnlichem reichen.

Es ist grundsätzlich nicht optimal, wenn Sie versuchen, eine IATF-Forderung irgendwie zu erfüllen, damit Sie keine Abweichung im Zertifizierungsaudit bekommen. Besser ist es zu überlegen, wer mit dem PLP arbeitet oder was der Mitarbeiter konkret benötigt, um den Prozess bezgl. des jeweiligen Merkmals "vernünftig" lenken zu können; welche Infrastruktur, welche Messmittel, welche Kompetenzen, welche Information, was er zu tun hat, wenn die Lenkungsmethode zum Eingreifen in den Prozess (das eigentliche Lenken) auffordert. An der Stelle ist es beispielsweise nicht ausreichend, zu behaupten, dass der Werker schon weiß, was er zu tun hat, da er ja schon lange im Betrieb ist. Darum geht es.

Das Lenken der fehlerhaften Produkte ist - wenn überhaupt - nur ein Teilaspekt von dem, was mit Reaktionsplan gemeint ist. Am Rande: Mit der "Warenanlieferung" hat der PLP typischerweise nichts zu tun. Letztgenannte kann meiner Auffassung nach höchstens eine proaktive Anweisung sein, wie angelieferte Ware in den Prozess einzuschleusen ist (Situation in der Zukunft). Allein vom Titel her kann es sich nicht um eine reaktive Anweisung zum Umgang mit einem bestimmten Vorkommnis im Rahmen der Prozesslenkung handeln (Situation in der Vergangenheit).

IATF 16949

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Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.