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13.11.2017 IATF 16949
Frage & Antwort

6.1.2.3c+e Notfallplan

Während des IATF-Transition Audits wurde vom Auditor festgestellt, dass die Maßnahmen des Notfallplans bezogen auf Streiks von Mitarbeitern nicht spezifisch genug beschrieben sind. Weiterhin ist nicht eindeutig, wie die Wirksamkeit der dann zu treffenden Maßnahmen verifiziert wurden. Als Aktionen sind die Einbindung des Managements und Betriebsrats festgelegt sowie die Abstimmung von weiteren Maßnahmen mit der Belegschaft.

Was ist im konkreten Fall aus ihrer Sicht zu beachten? Was sollte zusätzlich getan werden?
Wie sollte die Wirksamkeit von Maßnahmen vor allem bei Vorfällen wie Naturkatastrophen, Feuer, Infrastruktur nachgewiesen werden?

Antwort:

Die Automobilindustrie macht es sich an der Stelle - zugegebenermaßen - sehr einfach. Die Forderung lautet praktisch: Die Lieferanten müssen immer lieferfähig sein und dürfen niemals einen Bandstillstand im Endmontagewerk des OEM verursachen - egal was passiert.

Nach Vorstellung der IATF haben die Lieferanten an einem anderen Teil der Erde eine komplette zweite Fabrik mit allen Maschinen und Werkzeugen, einem anderen Energieversorger und einer kompletten zweiten Belegschaft, die aber nur im Ernstfall zum Einsatz kommt. Diese Idee ist natürlich unrealistisch.

Bei dem Beispiel mit den streikenden Mitarbeitern könnte man z.B. als Maßnahme angeben, dass man sich im Streikfall der gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter von einem Personal-Dienstleister Leiharbeiter ausleiht. Dies könnte im Audit einfach verifiziert werden, indem man beim DL anruft und fordert, dass morgen 20 Leiharbeiter am Werkstor stehen sollen. Je nachdem, wie das Telefonat läuft, kann der Auditor diese Simulation des Ernstfalls akzeptieren oder nicht. In den Simulationen muss zusammenfassend also nachgewiesen, dass die Lieferfähigkeit auch im Ernstfall aufrechterhalten bleibt. Es bleiben sicherlich Nachweise offen, aber Sie könnten z.B. nachweisen, dass die Verlagerung eines Werkzeugs in einen anderen Produktionsbereich innerhalb von zwei Stunden machbar ist.

Alternativ steht Ihnen auch immer der Weg der konkreten Absprache mit Ihrem Kunden offen; so könnten Sie z.B. mit dem Kunden vereinbaren, dass Sie zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit einen ständigen (normalerweise unnötig) hohen Lagerbestand haben (von z.B. 5 Tagesproduktionen). In diesem Gespräch könnten Sie sogar versuchen zu erreichen, dass Sie sich die Kosten hierfür mit Ihrem Kunden teilen.

Dann entfällt der Rest dieser Überlegungen. Konkrete Vereinbarungen mit dem Kunden toppen immer die allgemeinen Forderungen der IATF 16949!

IATF 16949

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Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.