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13.04.2018 IATF 16949
Frage & Antwort

10.2.4 Anwendung von Methoden zur Fehlersicherheit

Es ist mir leider nicht ganz klar was der Unterschied zwischen "7.1.5.1.1 - Beurteilung von Messsystemen" und dem zweiten Teil von "10.2.4 - Anwendung von Methoden zur Fehlersicherheit" ist. Abgesehen davon, dass bei letzteren ein dokumentierter Prozess verlangt wird.

Antwort:

Es geht hier um unterschiedliche Dinge: Kein Mensch und auch kein System ist in der Lage, unbeabsichtigte Fehler 100-prozentig auszuschließen. Mit Fehlervermeidung (Fehlersicherheit, Error Proofing, Poka Yoke) wird meist durch einfache, aber oft sehr wirkungsvolle Vorkehrungen sichergestellt, dass Fehlhandlungen im Fertigungsprozess gar nicht erst möglich sind. Diese technischen Lösungen und Vorkehrungen sollen nach 10.2.4 regelmäßig auf ihre Funktion geprüft werden. Es muss also überprüft werden, ob der Werker den auszuschließenden Fehler auch tatsächlich nicht begehen kann. Wird hierfür ein Referenzteil - z.B. ein Grenzmuster oder ein N.i.O.-Teil - verwendet, muss dieses natürlich in die Prüfmittelüberwachung, um sicherzustellen, dass dieses Referenzteil auch tatsächlich noch den unerwünschten Fehler verkörpert.

In diesem Sinn besteht ein Bezug zu 7.1.5.1. Die oben genannten Vorkehrungen zur Fehlervermeidung unterliegen aber nicht per se der Prüfmittelüberwachung; es handelt sich vielmehr um Fertigungshilfsmittel (Vorrichtungen u.ä.). Sofern es sich also nicht um Prüfprozesse handelt, muss auch keine Beurteilung von Messsystemen nach 7.1.5.1.1 durchgeführt werden.

Anders sieht es aus, wenn im Sinn von Fehlersicherheit auf Fehlerentdeckung gesetzt wird (statt auf Fehlervermeidung, wie oben beschrieben). Hier könnte z.B. auf eine automatisierte 100-Prozent-Kontrolle durch eine Kamera gesetzt werden. Dann unterliegt das Ganze selbstverständlich der Prüfmittelüberwachung, wie von Ihnen richtig erkannt, und für die Prüfvorrichtung muss die Prüfprozesseignung nach 7.1.5.1.1 nachgewiesen werden.

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Über den Experten

Hartmut Ide

Hartmut Ide hatte leitende Funktionen als Qualitätsmanager in der Autoindustrie inne. Seit 2008 arbeitet er als Berater für IQC - Ide Quality Consulting GmbH. Vom VDA QMC wurde er zum Mastertrainer IATF 16949 berufen. Für DGQ, VDA QMC und andere Organisationen ist er als Trainer und Prüfer für Auditoren und im QM-Bereich im Einsatz. Für das deutsche IATF Oversight Office übersetzte er den Standard IATF 16949 ins Deutsche.