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08.01.2020 FMEA
Frage & Antwort

Fehlerfolge - aus Sicht des Endkunden, OEM oder intern

Muss ich im Formblatt explizit definieren bzw. anmerken, aus welchem Blickwinkel meine Fehlerfolge betrachtet wird (intern, OEM-s, Endkunde)?

Beispiele:
Intern - Rückverfolgbarkeit nicht möglich
OEM - Schließdruck zu klein
Endkunde - Systemausfall beim Fahren

Antwort:

Es gibt immer wieder Ansätze, unterschiedliche Blickwinkel in die FMEA einzubauen. Aktuell ist im FMEA-Handbuch (AIAG-VDA) die FMEA-MSR solch ein Fall. Es zeigt sich aber auch in den zugehörigen FMEA-Beispielen, dass die Fehlerfolge auch als eine Variante der Fehlerart verstanden werden kann oder eine Fehlerfolge der Fehlerfolge ist. Daher ist eine eindeutigere Abgrenzung zur Fehlerart bzw. Fehlerfolge von Vorteil.

Es ist hilfreich, wenn Fehlerfolgen als negierte Anforderungen geschrieben werden. Aber auch hier zeigt es sich oft, dass funktionale Anforderungen und Qualitätsanforderungen vermischt werden und eine FMEA redundante Informationsinhalte in der Funktions-, Fehlerkette aufweist. Daher ist vor dem Erstellen einer FMEA abzustimmen, welche Fehlerfolgen zu betrachten sind.

Fehlerfolgen sollten (gemäß dem Prinzip "weniger ist mehr") vorrangig nur mit dem höchsten B-Wert aufgenommen werden und bezogen auf die gleiche Fehlerart keine Redundanz aufweisen. In Ihrem Beispiel wäre das "Schließdruck zu klein". Durch den zugehörigen B-Wert ist der Endkunde bereits mit der Reaktion "Systemausfall beim Fahren" berücksichtigt und es würde keinen Mehrwert bringen.

Das Qualitätsmerkmal "zu klein" ist mit einem Wert zu beschreiben, da sonst in der FMEA der Bezug zum System verloren geht. Diese Fehlerfolge ist ebenfalls in die Prozess-FMEA zu übernehmen, da auch hier sonst der Bezug zum System verloren geht. Mit dieser Vorgehensweise würde sich auch die Frage nach dem Blickwinkel erübrigen, weil sich die FMEA-Analyse auf qualitativ ermittelbare Produkteigenschaften zurück führen lässt.

Die Fehlerfolge "Rückverfolgbarkeit nicht möglich" ist ein qualitative Anforderung zur prozessualen Absicherung. Somit wäre die Rückverfolgbarkeit ein Merkmal, das zusammen mit dem Produkt gekauft wird, abzusichern ist und eine Kundenerwartung beschreibt. Aber auch hier gilt: Bitte vorher abstimmen!

FMEA

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Über den Experten

Nenad Bartolic

Nenad Bartolic sammelte Erfahrungen in der Nahrungsmittel-, Elektronik-, Automobil- und aktuell in der Automatisierungs- industrie. Er beschäftigt sich beruflich mit methodischen Lösungen im technischen Umfeld, und verwendet für den Wissenstransfer die FMEA-Methodik.