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13.11.2020 FMEA
Frage & Antwort

D-FMEA - Identifikation von Besonderen Merkmalen

Wir verwenden die D-FMEA u.a. auch, um Besondere Merkmale in der Lieferkette zu definieren, über die wir die Design-Hoheit haben. Dabei handelt es sich um Komponenten, die wir später für den Zusammenbau des Produkts benötigen.

Wie ist mit diesen Besonderen Merkmalen nach dem AIAG/VDA-FMEA Standard zu verfahren? Die D-FMEA beinhaltet keine Besonderen Merkmale, die P-FMEA liegt bei den Lieferanten. Eine Weiterleitung der D-FMEA-Inhalte an die Lieferanten verstößt gegen interne Regularien und würde die Lieferanten auch überfordern.

Anmerkung:
Relevante Schnittstellen für den Zusammenbau werden selbstverständlich auch in der D-FMEA betrachtet und Erkenntnisse dann an die P-FMEA des Zusammenbaus weitergegeben.

Antwort:

Sowohl in Advanced Product Quality Planning (APQP nach AIAG) wie auch in der Reifegradabsicherung (RGA nach VDA) ist beschrieben, wie mit "Besonderen Merkmalen" im Produktentstehungsprozess umzugehen ist. Zusammengefasst ist der Kunde aufgefordert "Besondere Merkmale" an den Lieferanten mitzuteilen.

In der APQP wird der Lieferant über die "Liste der Besonderen Merkmale" informiert. Die RGA beschreibt den Vorgang über die Reifegradabsicherung mittels einer "Interdisziplinären Risikobewertung Bauteil/Lieferant" und der Zuordnung einer Klassifizierung (A-B-C) für eine Reifegradrisikoeinstufung. Für die Einstufung A (Hohes Reifegradrisiko) ist dann an einem so genannten "Runden Tisch" (nicht nur, aber auch) über die "Besonderen Merkmale" zu beraten. Ebenso sind die "Besonderen Merkmale" in der entsprechenden Zeichnung aufzunehmen. Somit ist die Festlegung, keine Informationen an den Lieferanten aus der D-FMEA weiterzugeben hinfällig, sofern der Lieferant diese Information kennen sollte.

Generell würde ich dazu raten, "Besondere Merkmale" oder im allgemeinen Produktmerkmale, die für das Produkt wichtig sind, in der D-FMEA aufzunehmen. In der D-FMEA sind diese dann zu diskutieren und als "Besonderes Merkmal" weiterhin zu kennzeichnen. Verboten ist es nicht!

Die Annahme, das nur der Lieferant dafür verantwortlich ist, gute Teile zu liefern, wäre irreführend. Auch ein Prüfverzicht des Kunden und die Verlagerung der Verantwortung auf den Lieferanten will gut geplant sein. Rechtlich gesehen hat der Kunde angelieferte Teile zu überprüfen. Wird es versäumt, Angaben an den Lieferanten weiterzugeben bzw. für Bauteile den Prüfverzicht als Kunde gut zu planen, kann es im Reklamationsfall schwer werden, den Verursacher rechtlich eindeutig festzulegen.

FMEA

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Über den Experten

Nenad Bartolic

Nenad Bartolic sammelte Erfahrungen in der Nahrungsmittel-, Elektronik-, Automobil- und aktuell in der Automatisierungs- industrie. Er beschäftigt sich beruflich mit methodischen Lösungen im technischen Umfeld, und verwendet für den Wissenstransfer die FMEA-Methodik.