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QZ 01/2018

Zukunft der Arbeit – Arbeit mit Zukunft?

Wie die Digitalisierung der Arbeitswelt gestaltet werden kann

Wie wird sie aussehen, die Zukunft der Arbeit im Zuge der Digitalisierung – auch der Arbeitswelt? Welche Qualifikationen werden in Zukunft noch gebraucht, welche nicht mehr? Wer werden die Gewinner sein, wer die Verlierer? Wird menschliche Arbeit noch eine Zukunft haben? Welche Jobs werden im Zuge der Digitalisierung zukünftig noch von Menschen statt von Maschinen ausgeübt? Zweifelsohne benötigt Industrie 4.0 Menschen, die für Innovation und Kreativität sorgen. Doch wie sind die Qualifikationen und die Arbeitsbedingungen zu gestalten, um diesen Anforderungen zu genügen? Klar ist schon heute: Die Mitwirkung der Mitarbeiter bedarf einer ständigen Qualifizierung auf allen betrieblichen Ebenen.

© privat

© privat

Herbert Schnauber, vormals Professor und Lehrstuhlinhaber am Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, ist im Auftrag des DGQ-Vorstands Herausgeber der QZ. Als langjähriges Vorstandsmitglied der DGQ bezieht er Stellung zu aktuellen Qualitätsthemen. Seine Kontakte zu zahlreichen Organisationen der Industrie, des Handels, der Dienstleistung und des Öffentlichen Dienstes erlauben ihm einen unverstellten Blick hinter die Kulissen.

Investitionen in Mitarbeiter werden ...

Qualifizierung wird mehr und mehr zur entscheidenden Voraussetzung für ein effektives Personalentwicklungsprogramm. Offene Kommunikationsstrukturen dienen dabei vor allem dem Austausch von Informationen zwischen den Menschen und den sie unterstützenden Maschinen. Und zwar nicht nur in den Fabrikhallen, sondern auch innerhalb der Büros.

Auch die Arbeit der Zukunft wird von Kostendruck, Verfügbarkeit von Fachkräften, Überalterung, Innovationsdruck und Internationalisierung der Märkte geprägt sein. Diese Herausforderungen lassen sich durch Anpassungsfähigkeit, durch Attraktivität der Arbeitsbedingungen, durch Innovationen und partnerschaftliche Kooperationen meistern.

Zahlreiche gegenwärtige Arbeitsplätze werden der Digitalisierung zum Opfer fallen, doch es werden auch neue entstehen. Dies ist ein Prozess, der sich über Jahre hinziehen wird und durchaus vergleichbar ist mit dem Strukturwandel von Bergbau und Stahlindustrie. Nicht alle Beschäftigten der Schwerindustrie konnten sich den neuen Entwicklungen anpassen. Und dies wird auch im Zuge der umfassenden Digitalisierung der Arbeitswelt kaum anders sein.

Die Ziele der Industrie 4.0 als der sogenannten "vierten industriellen Revolution" und damit auch der Arbeit 4.0 werden verknüpft sein mit individueller (Serien-)Produktion, hoher Produktionsflexibilität, besserer (Plan-)Qualität durch echtzeitnahe Daten und somit auch hoher Reaktionsfähigkeit und verbesserter Produktivität.

... zum K.o.-Kriterium im Wettbewerb

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität, die in diesem dynamischen und immer komplexeren Umfeld Orientierung schaffen will, muss Antworten auf derartige Entwicklungen geben. Dazu gehört vor allem auch, dass sie neben anderen Bildungsträgern erkennt, welche Qualifikationen für menschliche Arbeit mit Zukunft gefordert werden. Dies ist nicht zuletzt ein Thema der Qualitätssicherung, denn nur die spezifischen Qualifikationen für zukünftige Arbeitsbedingungen werden geeignet sein, Qualität in allen Belangen zu garantieren. Wer heute seinen Lebensunterhalt an der Werkbank oder dem Fließband bestreitet, wird wohl in Zukunft weit weniger dazu in der Lage sein. Es gilt, die Überlegenheit des Menschen gegenüber der digitalen Technologie zu nutzen.

Arbeits- und Qualitätswissenschaft werden im Zuge dieser Entwicklungen aufzeigen müssen, wie die spezifischen Fähigkeiten des Menschen als Beherrscher komplexer Situationen, als Entscheider in bestimmten kritischen Vorgängen oder auch als Ausführender zur Wirkung kommen. Hierzu sind anforderungsadäquate Arbeitsinhalte anzubieten und zur Unterstützung der Arbeitsausführung die erforderlichen Informationen in Echtzeit bereitzustellen.

Die Qualität, mit der diese zukünftigen Aufgaben zu bestreiten sein werden, bestimmt letztlich den Erfolg einer Volkswirtschaft, die den weltweiten Forderungen nach Industrie 4.0 und damit auch Arbeit 4.0 genügen muss. Eine wahrlich existenzielle Aufgabe, der wir uns mit allen Konsequenzen stellen müssen!

2 Kommentare
  • 05.02.2018 von Sehr geehrter Herr Schlenzig,

    für Ihren Kommentar möchte ich Ihnen herzlich danken. Sie sprechen in diesem Beitrag u.a. die Dinge an, die auch ich als Arbeitswissenschaftler nun schon seit Jahrzehnten zum Ausdruck bringe und immer wieder als defizitär erlebe. Was haben unsere jetzigen Führungskräfte eigentlich dazu gelernt, machen sie sich überhaupt Gedanken darüber, wie man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führt? Erschreckend oft genug, mit wie wenig Sachverstand, Einfühlungsvermögen und Überheblichkeit dies geschieht. Von Unternehmenskultur keine Spur.
    Und da wäre auch noch die Digitalisierung, die überschwänglich gepriesene, ohne die das Leben in Zukunft überhaupt nicht mehr auszukommen scheint! Hätte ich den Artikel von Norbert Huchler (Institut für sozialwissenschaftliche Forschung in München) in der Zeitschrift für Arbeitswissenschaft (Heft 4/2017, S. 215 - 223) vor Absendung meines Beitrags für „Das letzte Wort“ der QZ bereits gelesen, so hätte ich mich ergänzend auch noch dahingehend geäußert, dass, und ich zitiere: „Die Grenzen der Digitalisierung werden in der täglichen Arbeitspraxis vor allem dort deutlich, wo der Mensch zum entscheidenden Wertschöpfungsfaktor wird, indem er die Defizite formaler Organisation kompensiert und effizientere Abläufe ermöglicht, implizites Wissen nutzt, Interaktion und Kooperation ermöglicht etc. So hat sich gezeigt, dass menschliches Arbeitshandeln mit seiner Fähigkeit, Vertrauen zu generieren, mit Komplexität umzugehen und soziale Beziehungen zu gestalten für KMU (und nicht nur für diese, Anm. von mir) unabdingbar ist. Von Menschen nicht ablösbares Erfahrungswissen spielt dabei eine zentrale Rolle.“
    Wie wird in Zukunft Vertrauen zwischen den Partnern von Organisationen, von Lieferanten und Kunden aufgebaut und aufrechterhalten, wenn IT und Digitalisierung die entscheidenden Kriterien sein sollen, wenn persönliche Kontakte und Gespräche auf der Strecke bleiben, wenn Erfahrungen und positive Erlebnisse im Umgang mit den Geschäftspartnern an Stellenwert verlieren, wenn alles nur noch der Digitalisierung anheimgestellt wird? Das wäre und ist hier die Frage!

  • 02.02.2018 von IT und Digitalisierung ersetzen nicht alte Tugenden

    Für den Qualitäter wird nach meiner Ansicht nach wie vor nicht das technische Know-how das wichtige sein, sondern ob er die Haltung noch hat und/oder aufrechterhalten kann,
    dass Achtsamkeit, Akkuratesse, Halten an geltende Regeln, Abstimmung/Kommunikation von Entscheidungen mit den Betroffenen, Durchpowern von (von der Führung beschlossenen) Fehlerbeseitigungs-/Verbesserungsprojekten konsequent im Tagesgeschäft durchgesetzt/eingehalten werden, trotz steigender Komplexität der Prozesse, Kostendruck, Dauerhetzerei und Zeitdruck.
    Mit wem man auch spricht, ist nicht IT und Digitalisierung das erste Problem, sondern genau das.
    Die alten Tugenden seit Siemens vor 170 Jahren und noch früher sind nicht weg, müssen ständig mahnend hochgehalten werden. IT und Digitalisierung ersetzen sie nicht.
    Alle reden von Ändern der Unternehmenskultur. Genau das ist es.

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